Nürnberg (dpa/tmn) - Mancher Senior hat viel erlebt und erzählt gerne anderen davon. Andere fühlen sich dabei weniger wohl. Dann kann es Sinn machen, Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten.

Zwar führt man ein Tagebuch nur für sich allein, und womöglich wird kein anderer es jemals lesen. Aber: "Die Auseinandersetzung mit den Worten bedeutet auch immer einen Austausch mit der Welt um einen herum", sagt Frieder R. Lang. Er ist Prof. für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Darum kann das Führen eines Tagebuchs hilfreich sein, gerade wenn man sich alleine fühlt. "Manchen Menschen hilft auch der Gedanke, wenn sie das Tagebuch für ihre Nachkommen hinterlassen können."

Wer seine Lebensgeschichte lieber erzählt, kann hingegen von den Reaktionen profitieren. "Die Erfahrung, dass andere einem zuhören, einen verstehen und die Schilderungen für sich wertschätzend erfahren und nutzen können, ist etwas, das einen auch im Alter sehr viel weiterbringen kann."© dpa