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31.01.2012, 16:00 Uhr

Spermien: Qualität hat ihren Preis

Hochwertiges Sperma zu produzieren, geht an die Substanz. Potente Männchen riskieren ihre Gesundheit: Die biologische Investition schwächt das Immunsystem, zeigt eine Tierstudie.

"Bislang ging man immer davon aus, dass Sex und Spermienproduktion die Männchen wenig kostet", erklärt Studienleiter Damian Dowling von der Monash University's School of Biological Sciences in Australien. "Unsere Untersuchung stellt diese Sichtweise erstmals infrage."

Geforderte Männchen

Für ihre Experimente setzten die Wissenschaftler australische Grillen der Art Teleogryllus oceanicus ein. Die Männchen lebten entweder in Gesellschaft von Weibchen, die noch zu jung für die Fortpflanzung waren, oder erhielten Gefährtinnen zugeteilt, die bereits geschlechtsreif waren.

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Anschließend untersuchten die Forscher die Spermienqualität der Grillenmännchen. Das Ergebnis: Männchen mit geschlechtsreifen Weibchen legten sich bei der Spermienproduktion deutlich mehr ins Zeug legten, als ihre mit unreifen "Jungfrauen" geschlagenen Geschlechtsgenossen. Ihr Sperma war zumindest zu Beginn der Studie von deutlich höherer Qualität. Das bedeutet: Der Samenerguss enthielt nicht nur mehr Spermien, diese waren auch aktiver und hatten damit bessere Chancen, eine Eizelle zu befruchten.

Schwindende Schlagkraft

Im Laufe der Studie nahm die Spermienqualität jedoch ab - die Kopulationsanstrengungen hatten die Männchen offenbar erschöpft. Noch interessanter war jedoch, dass bei Männchen mit besonders guter Spermaqualität auch die Schlagkraft des Immunsystems schwand. "Männchen, die besonders viel in ihr Sperma investiert hatten, zahlten dafür einen hohen Preis. Sie waren anfälliger für Infektionen", erklärt Studienleiter Dowling. Das ein Zusammenahng zwischen Spermienqualität und Immunfitness auch für den Menschen gilt, ist bislang unbewiesen.

Bislang hatte sich die Forschung überwiegend damit befasst, was die Reproduktion die Weibchen kostet und wie die Fortpflanzung ihre Überlebenschancen schmälern. Dass auch Männchen ihre Gesundheit für größere Chancen riskieren, Nachkommen zu zeugen, war bislang kein Thema. (cf)Quelle: Dowling DK: ,Ejaculate Economics: Testing the Effects of Male Sexual History on the Trade-Off between Sperm and Immune Function in Australian Crickets. PLoS ONE 7(1): e30172. doi:10.1371/journal.pone.0030172

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6 Meinungen zu "Sperma-Qualität hat ihren Preis"

  • moritzH
    Montag, 13.02.2012, 16:08 Uhr
    Gut das ich kein Grillenmännchen bin!!! Ansonsten muss jeder Mann selber wissen, ob raucht oder und trinkt. Zudem ist eine Gesunde Erhährung nie Falsch!
  • KMI
    Dienstag, 31.01.2012, 17:51 Uhr
    Mir erscheint plausibler, dass die Kopulationen, welche die Männchen doch wohl ausgeführt haben, an dem schlechteren Gesundheitszustand schuld sind: Da ist zum einen die körperliche Anstrengung, zum anderen könnten sie sich Krankheitserreger von den Weibchen eingefangen haben.
  • outlawhoch2
    Dienstag, 31.01.2012, 17:50 Uhr
    Der fatale Umkehrschluß: Wer viele Kinder hat, wär' ein Krüppel...
  • Autor
    Dienstag, 31.01.2012, 17:44 Uhr
    Trübe Aussichten So wie jetzt war es noch nie: Im Essen steckt sehr viel Chemie. Wenn doch alle Männer wüssten: Das schadet nicht nur den Gelüsten; Chemie lässt auch den Männersamen Langsam entschwinden und erlahmen. Glaubt mir, Leut’ Es kommt die Zeit, In der die Menschen nicht verkehren, Sondern künstlich sich vermehren. Dann sitzen’s am TV-Gerät Und sehen dort, wie es so geht, Was die Ahnen einst getrieben, Wie es zuging, wenn sie lieben. Die Nachwelt sieht’s wohl mit Gekicher Und stellt fest: Ganz wie die Viecher! (http://die-andere-seite.blog.de/ )
  • franky7310
    Dienstag, 31.01.2012, 17:37 Uhr
    mein sperma muß in ordnung sein 1. bin ich vater 2. möchte ich hier gar nicht näher drauf eingehen was manche weibchen damit gemacht haben
  • joe49
    Dienstag, 31.01.2012, 17:36 Uhr
    nun weis ich endlich warum ich "danach" immer so müde bin...
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