Beim Test von Nuss-Nougat-Cremes gibt es wenige Ausreißer nach unten. Die meisten Aufstriche erhalten von der Stiftung Warentest mindestens die Note "befriedingend": In der Mehrzahl der Cremes haben die Tester jedoch krebserregende Schimmelpilze gefunden. Weil das bei der Herstellung kaum vermeidbar sei, schlägt sich die Tatsache nicht in gravierendem Maße in der Bewertung nieder.

Die Stiftung Warentest hat 21 Nuss-Nougat-Cremes getestet. Die meisten erhalten ein "gut" oder "befriedigend". Zweimal gab es aber auch ein "mangelhaft". Eine Creme wurde wegen Schadstoffen abgewertet, die andere war nicht wie angegeben milch- und laktosefrei, heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 4/2016).

Zucker, Fett, Luft: Verbraucherzentrale prüft beliebte Produkte.

Kritisch bewertet wurde auch der Einsatz von Palmöl: Dieses ist fast in allen getesteten Cremes enthalten. Palmölanbau schadet der Umwelt in erheblichem Maße. Im Handel gibt es aber nur wenig Nuss-Nougat-Cremes, die statt Palmöl etwa Sheafett und Rapsöl einsetzen.

Außerdem wurden in 16 der 21 getesteten Cremes Aflatoxine gefunden. Sie werden durch Schimmelpilze gebildet, die entstehen, wenn Nüsse falsch gelagert oder nicht richtig getrocknet werden. Das sei bei Nüssen nicht immer vermeidbar, so die Stiftung Warentest. Die Aflatoxine gelten als krebserregend. In den Cremes wurde aber der aktuelle EU-Grenzwert nicht überschritten.

Der Gewinner des Tests war Nutella, es schnitt in der sensorischen Beurteilung sehr gut ab. Schimmelsporen wurden bei der Marke auch keine gefunden.© dpa