Zucker gilt als ungesund. Jetzt konnten US-Forscher zeigen, dass gezuckerte Getränke auch in Zusammenhang mit gefährlichem Bauchfett stehen. Menschen, die täglich mindestens eine Cola oder Limonade trinken, bauen mit der Zeit mehr viszerales Fett auf.

Der regelmäßige Konsum von gezuckerten Getränken wie Cola oder Limo ist verbunden mit einer ungünstigen Veränderung des gesundheitsschädlichen Bauchfettes - sowohl was die Menge als auch die Beschaffenheit angeht. Das konnten US-amerikanische Forscher in einer Studie des National Heart, Lung and Blood Institutes (NHLBI) zeigen, die in der kardiologischen Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlicht wurde.

Grafik weltweit: So viele überschüssige Kalorien kommen auf den Teller.

Dazu wurde das Bauchfett von 1.003 Frauen und Männern mittleren Alters im Abstand von sechs Jahren per Computertomographie gemessen.

Außerdem wurde deren Konsum von gezuckerten Getränken, aber auch der von Diät-Limonaden per Fragebogen erfasst.

Je nach Häufigkeit des Konsums wurden die Teilnehmer in vier Kategorien eingeteilt:

  • Nicht-Konsumenten (weniger als ein Getränk pro Monat)
  • Ein Getränk pro Monat bis zu weniger als ein Getränk pro Woche
  • Ein Getränk pro Woche bis zu weniger als einem Getränk pro Tag
  • Ein oder mehr Getränke pro Tag

30 Prozent mehr Bauchfett bei täglichem Konsum

Um die Ergebnisse vergleichbar zu machen, wurden etwaige Gewichtsschwankungen angeglichen. Das Ergebnis: Zwar legten auch die Abstinenzler über die sechs Jahre an Bauchfett zu: im Schnitt 658 Kubikzentimeter. Bei denjenigen, die jeden Tag mindestens ein Getränk zu sich nahmen, war die Zunahme jedoch vergleichsweise hoch: Sie legten 852 Kubikzentimeter an viszeralem Fett zu, also knapp 30 Prozent mehr als die Abstinenzler.

Manche Menschen sind besessen davon, sich richtig zu ernähren.

Zwischen dem Konsum von Diät-Limonade und der Zunahme an viszeralem Bauchfett konnte dagegen kein Zusammenhang festgestellt werden.

Viszerales Fett, auch intraabdominales Fett genannt, bezeichnet das Bauchfett. Dieses gilt im Gegensatz zum Fettgewebe an anderen Körperstellen als gesundheitlich gefährlich, wenn es im Übermaß vorhanden ist. Die Fettzellen des Bauchfettes sind besonders aktiv und geben verschiedene Signalstoffe ab, unter anderem Entzündungsstoffe, die gesundheitliche Auswirkungen haben können. Viszerales Bauchfett steht beispielsweise in Verbindung mit Diabetes Typ 2 sowie Herzkreislaufkrankheiten.

Die Wissenschaftler zeigen lediglich einen Zusammenhang auf, der nicht mit einer Ursache-Wirkungs-Beziehung zu verwechseln ist. So könnte die Zunahme an Bauchfett bei Limo-Konsumenten auch an anderen Faktoren des Lebensstils liegen. Zum Beispiel heißt es in der Studie, dass die Limo-Konsumenten häufiger eine höhere Energieaufnahme pro Tag aufwiesen.

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