Köln (dpa/tmn) - Bewegung, frische Luft und nicht zuletzt auch Licht - all das kommt in der dunklen Jahreszeit gerade bei älteren Menschen oft zu kurz, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe. Die meisten müssen schließlich nicht rausgehen.

"Die Einstellung ist oft, dass man im Alter Ruhe und Freiheit hat. Das ist aber manchmal kontraproduktiv", sagt Sowinski. Einen gemütlichen Spaziergang fangen bei grauem und feuchtem Herbstwetter freiwillig wohl nur wenige an.

Ein "künstlicher Zwang" kann helfen, doch jeden Tag vor die Tür zu gehen: "Täglich etwas einkaufen - und wenn es nur die Zeitung ist, die man nicht abonniert hat", rät Sowinski. Wer religiös ist, geht vielleicht bewusst häufig in die Kirche. "Der tägliche Gang zum Friedhof ist auch eine Möglichkeit." Im Herbst kann auch Laub fegen eine tägliche Aufgabe sein. Hundehalter haben es da einfacher - die müssen täglich sogar mehrmals raus.© dpa