Das ein oder andere Gläschen Wein gehört zu vielen Silvester-Partys dazu. Doch wer gut feiert, wacht an Neujahr oft mit einem Brummschädel auf. Wir haben zehn Tipps, mit denen Sie dem Kater zuvorkommen.

1. Salz- und fetthaltige Snacks

Wer einem Kater vorbeugen will, sollte eine ordentliche Grundlage schaffen und dafür die gängigen Ernährungsregeln vergessen. Statt leicht und ausgewogen heißt es deftig, fettig und salzig. Greifen Sie zu Salzigem wie Salzstangen, Salznüssen und Brezeln. Das bremst den Mineralstoffabbau, so werden ausgeschwemmte Salze ersetzt. Fett wiederum bindet den Alkohol und verzögert dessen Übergang ins Blut. Der klassische Gänse- oder auch Schweinebraten, Bratwürste und Fischbrötchen stehen auf dem Anti-Kater-Speiseplan.

Die "Hangover-Klinik" bekämpft die Folgen einer feucht-fröhlichen Feier.

2. Kein Zucker

Der Tipp, eine ordentliche Grundlage zu schaffen, gilt nicht für süße Lebens- und Genussmittel. Zucker verstärkt die Wirkung von Alkohol und unterstützt die Bildung von Abbauprodukten, die Kopfschmerzen auslösen. Schokolade, Bonbons, Kuchen und Gummibärchen eignen sich daher nicht als Begleiter von Bier oder Wein.

3. Viel Wasser trinken

Alkohol wirkt harntreibend und spült Mineralien aus. Trinken Sie deshalb vorher viel Wasser. Das füllt den Magen und wirkt vorbeugend gegen den Mineral- und Flüssigkeitsverlust. Natriumreiche Getränke eignen sich dafür am besten, da sie zusätzlich den alkoholbedingten Mineralstoffmangel ausgleichen können. Sehr nützlich ist es, auch zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser zu trinken. Wer schlau ist, greift nach jedem Glas Alkohol nach einem Glas Wasser.

4. Achtung bei kohlensäurehaltigem Alkohol

Verzichten Sie lieber auf Sekt, Perlwein oder kohlensäurehaltige Mixgetränke. Denn diese werden vom Körper besonders schnell aufgenommen, was die Wirkung des Alkohols verstärkt. Der Grund: Kohlensäure regt die Durchblutung an.

5. Nicht durcheinander trinken

Wer zu viel durcheinander trinkt, wird schneller betrunken und bekommt einen Kater, heißt es. Belege für diese These gibt es bisher nicht. Allerdings kann es auch nicht schaden, bei nur einem Getränk zu bleiben. Denn: Wer nicht ständig wechselt, behält eher einen Überblick darüber, was er getrunken hat.

6. Finger weg von Hochprozentigem

Lassen Sie von Schnaps und Cocktails lieber die Finger. Das Tückische an den Getränken: Schnaps liefert auch in kleinen Mengen reichlich Alkohol. Cocktails enthalten Zucker, der die Wirkung von Alkohol verstärkt. Bei Longdrinks verliert man schneller den Überblick, wie viel man getrunken hat.

7. Raus an die frische Luft

Hin und wieder hilft es an die frische Luft gehen. Der Sauerstoffmangel in warmen Räumen kann für einen Brummschädel am nächsten Morgen sorgen und den Kater noch verstärken.

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8. Kopfschmerztabletten?

Ein weit verbreiteter Geheimtipp gegen einen Kater ist die Einnahme von Kopfschmerztabletten vor dem Zubettgehen. Doch Ärzte warnen: Die Wirkstoffe schädigen ebenso wie Alkohol die Magenschleimhaut. Vor allem Menschen, die Probleme mit dem Magen haben, sollten keine Schmerzmittel einnehmen.

9. Magnesium vor dem Einschlafen

Alkohol ist ein Mineralräuber: Vor dem Schlafengehen kann Magnesium den Mineralhaushalt wieder etwas ins Lot bringen. Aber es lohnt sich, darauf zu achten, in welcher Form die Präparate daherkommen: Brausetabletten, die jede Menge Aroma- und Süßstoffe enthalten, schaden dem Körper im Zweifel mehr, als sie ihm nützen.

10. Bitte nicht rauchen!

Auch wenn es schwer fällt: Verzichten Sie lieber auf Zigaretten. Studien belegen, dass Nikotin und Alkohol sich gegenseitig beeinflussen. So senkt der Glimmstängel den Alkoholspiegel im Blut. Das kann dazu führen, dass das Rauchen den Alkoholkonsum steigert.

Außerdem fanden US-Forscher heraus, dass Rauchen die Lust auf Alkohol sogar verstärkt – zumindest bei nikotinsüchtigen Ratten. Manche Wissenschaftler nehmen an, dass dieser Mechanismus auch für den Menschen gilt. "Junge Leute experimentieren als Teenager gewöhnlich mit Zigaretten", so John Dani, Mitautor der in der Fachzeitschrift "Neuron" veröffentlichten Studie. "Das könnte möglicherweise eine größere Anfälligkeit für Alkoholmissbrauch im späteren Leben bedeuten."