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15.05.2012, 10:15 Uhr

Aktuelle Studie: Deutsche brauchen Nachhilfe bei Passwort-Sicherheit

Viele deutsche Internetnutzer gehen mit Passwörtern grob fahrlässig um. Über ein Drittel geben an, als Passwörter bereits Geburtstage, Haustiernamen oder einfache Zeichenfolgen wie "123456" verwendet zu haben. Diese sind zwar leicht zu merken, aber auch genauso einfach zu erraten oder zu knacken.

15 Prozent haben Kennwörter zudem schon an Freunde und Bekannte weitergegeben. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Studie der Convios Consulting GmbH hervor, die WEB.DE anlässlich des Tags der Passwort-Sicherheit am 15. Mai 2012 in Auftrag gegeben hat. An diesem Tag sensibilisiert das deutsche Internet-Portal mit einer bundesweiten Aufklärungsaktion alle Internetnutzer für einen sorgfältigen Umgang mit Passwörtern.

Der aktuellen Studie zufolge verzichten 85 Prozent der deutschen Internetnutzer bei ihren Passwörtern auf Sonderzeichen. Weniger als die Hälfte verwenden Ziffern. Sichere Kennwörter bestehen aber aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Um die Sicherheit von Passwörtern weiter zu erhöhen, sollten diese regelmäßig geändert werden - am besten monatlich. Diesen Tipp beherzigen bei ihrem E-Mail-Account immerhin knapp ein Drittel der Befragten. 32,4 Prozent gaben an, im letzten Monat ihr Passwort geändert zu haben. Bei 34 Prozent ist die letzte Änderung bereits länger als ein Jahr her. 

Über ein Drittel der Befragten nutzen dasselbe Passwort für mehrere oder sogar alle Internet-Dienste. Damit laufen sie Gefahr, den Generalschlüssel für alle ihre Daten im Internet zu verlieren, sollten Internet-Kriminelle das Passwort ausspionieren. Idealerweise ist daher jeder Dienst mit einem individuellen Passwort geschützt. Diese Sicherheitsmaßnahme setzen aktuell aber nur 44,9 Prozent der deutschen Internetnutzer um. 

Die Anzahl registrierungspflichtiger Dienste im Internet ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wie merken sich Internetnutzer so viele Passwörter? 56 Prozent setzen auf ihr Erinnerungsvermögen und speichern Zugangskennungen ausschließlich in ihrem Gedächtnis ab. 16 Prozent handeln fahrlässig und schreiben ihre Passwörter auf Zettel. 3,8 Prozent speichern Passwörter in ihrem Browser. Dadurch ist das Passwort allerdings im Klartext auf der Festplatte hinterlegt.

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