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03.10.2011, 20:24 Uhr

Von wegen starkes Geschlecht: Die Krise des Mannes

Berlin (dpa) - Er steht unter Generalverdacht, schneidet in der Schule schlechter ab, stirbt früher und kann nicht einmal über seine Probleme vernünftig sprechen.

Mediziner, Psychotherapeuten und Soziologen sind alarmiert: Der Mann von heute steckt in der Krise. Die wahren Gewinner bei Gesundheit, Bildung und Identität seien die Frauen - aber sie tragen auch zur Misere des starken Geschlechts bei. Die Experten raten darum zur Flucht nach vorn: Männer, sprecht über eure Gefühle und Probleme.

Dass Männer zunehmend ins Hintertreffen geraten, lasse sich am deutlichsten mit Zahlen belegen, sagt der Männerexperte und Psychotherapeut Matthias Franz von der Uniklinik Düsseldorf. "Beim Thema Gesundheit sind wir Ärzte und Psychotherapeuten schon lange mit schwer kranken und früh versterbenden Männern konfrontiert."

Es ist ernüchternd: Männer werden drei bis vier Mal häufiger vom frühen Herztod ereilt als Frauen, sie rauchen und trinken mehr, sind häufiger Gewalt- und Unfallopfer und Männer bringen sich drei Mal häufiger um als Frauen - so heißt es in Statistiken. Im Schnitt leben Frauen fünf Jahre länger. Ein Grund dafür: Sie reden selbstbewusster über Probleme und nehmen Hilfe selbstverständlicher in Anspruch. "Männer haben oft Angst, sich zu öffnen, Schwächen einzugestehen und Hilfe anzunehmen", sagt Franz.

Oftmals gebe es eine verquere Form von Männlichkeit beim starken Geschlecht: Machogehabe, Muskeln oder Statussymbole seien nur Stellvertreter für Unsicherheit. Was echte Männlichkeit ausmache, sei vielen unklar. "Männer sind seit Jahrzehnten der feministisch inspirierten Kritik ausgesetzt, das hat sich gar bis zur Entwertung des Männlichen gesteigert", sagt Franz.

Dies spiegele sich in Funk, Film und Fernsehen wider, wo der Mann zur überzeichneten Karikatur verkommen sei: Der Trottel, der eitle Gockel oder der Gewalttäter seien Stereotypen, die ständig auf der Leinwand zu sehen seien. "Wie soll man sich fühlen, wenn man immer nur als Problemfall gesehen wird?"

Der Soziologe Walter Hollstein beobachtet eine zunehmende Dämonisierung von Männlichkeit. Bestimmte Eigenschaften würden bei Männern negativ umgedeutet: Disziplin bedeute plötzlich einen Mangel an Spontaneität, Selbstständigkeit sei Angst vor Nähe und Aggressivität werde einem Hang zur Gewalt gleichgesetzt.

Schon im Kindergarten werde Männlichkeit zunehmend zum Problem stilisiert, sagt Männerforscher Hollstein. "Buben werden inzwischen diskret oder auch ganz offen umerzogen." Alles, was mit jungenhaftem Toben, Raufen und Kräftemessen zu tun habe, werde von den Erzieherinnen misstrauisch beäugt, verboten oder gar bestraft. Was fehle, seien männliche Erzieher. In dem Beruf arbeiten nach Auskunft des Bundesfamilienministeriums bundesweit mehr als 362 000 Menschen, davon sind aber nur knapp 11 000 Männer.

Der Mangel hat längst die Pädagogen auf den Plan gebracht. Denn Studien zeigen: Männer sind die neuen Bildungsverlierer. Während immer mehr Mädchen die Schule mit Abitur und vor allem deutlich schneller abschließen, stellen Jungen an den Haupt- und Sonderschulen mittlerweile die Mehrheit - Tendenz jeweils steigend.

Der Bildungsforscher Klaus Hurrelmann nennt eine im Schulsystem verankerte Benachteiligung von Jungen als möglichen Grund: Anders als für Mädchen fehle oft die gezielten Förderung für Jungen. Zudem fehlten männliche Vorbilder, die den "Umgang mit Leistungsanforderung" vorlebten - in der Schule wie Zuhause.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland 1,6 Millionen Alleinerziehende, 90 Prozent davon sind Frauen. Jungen wird eine "weibliche Erziehungsmacht" entgegengestellt, sagen Psychologen. Es sei schwer für sie, ihr männliches Selbstwertgefühl zu entdecken. Das könne bis ins Erwachsenenalter Probleme bereiten. Spätestens wenn sie dann gleich mehrere Rollen einnehmen sollen: Don Juan, Frauenversteher, Versorger, Super-Papa und Held des Alltags.

Die Unterhaltungs- und Filmindustrie hat den "Vaterhunger" längst erkannt. Hollywood macht mit Filmen wie "Little Nemo" oder "Harry Potter" Milliarden. Das Muster dahinter ist immer das gleiche: Vaterloser Junge muss im Kampf gegen böse Mächte selbst zum Mann reifen. Was auf der Leinwand so gut funktioniert, hat aber meist mit dem wirklichen Leben wenig zu tun.

Experten fordern ein entschiedeneres Vorgehen gegen die "Krise der Männer". Zuletzt habe die dringend notwendige Frauenförderung im Fokus gestanden. "Jetzt ist es an der Zeit, dass man sich die Sorgen und Nöte des Mannes mal genauer vornimmt", sagt Franz. Ein Anfang könne da sein: Einfach mal mehr über den Mann sprechen. Männerforscher Hollstein: "Unsere Rolle können wir am besten selbst verändern - weil wir uns selbst am besten kennen."

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52 Meinungen zu "Die Krise des heutigen Mannes "

  • touchMEnow
    Freitag, 07.10.2011, 11:22 Uhr
    @ YamatanoOrochi Ich hab genau gelesen, vertrau mir. Und ich duze hier forumsüblich jeden. Außerdem bist du zumindest profilmäßig jünger, hm? So, welche Rechte hast du denn als Mann so an einer Frau, erzähl mal :-))) Dass ein Mann auch für eine Frau bestimmte "Multi"talente erfüllen sollte, hast du aber auch nicht geschrieben. Von daher hab ich das mal gemacht. Und wenn du schreibst, "Stärke bedeutet bei einem Mann - entgegen falscher feministischen Dogmen - dass er imstande ist, einer Frau klare Grenzen zu setzen, seine Rechte ihr gegenüber geltend zu machen, !!!seinen Teil der Macht!!!, der ihm in der geordneten demokratischen Gesellschaft !!!zusteht!!, auch auszuüben und die Frau zu erziehen.", dann lache ich an dieser Stelle immer noch :-))))))) Sowenig, wie eine Frau einen Mann zu erziehen hat, hat ein Mann eine Frau zu erziehen. Oder meinst du, du hast noch ein Kind vor dir? Regeln haben nichts mit Machtausüben zu tun. Regeln regeln was, dafür sind sie da. Ohne Regeln gehts nicht. Wer sich nicht an Regeln hält, wird früher oder später von allein merken, was er davon hat. Da Macht im zwischenmenschlichen Bereich tatsächlich nichts zu suchen hat, ist das nicht nur meine Meinung. Das ist einfach so, darüber braucht man nicht mal ansatzweise zu diskutieren. "Die Frau hat mir keinen Korb gegeben, sie hat mir verboten, ihr überhaupt Annäherungsversuche zu machen. Das kann sie mir nicht verbieten." Doch, das kann sie :-))) Jeder darf selbst entscheiden, ob er angebaggert werden möchte oder nicht. Und bei GMX brauchst du dich über Themen ala "Reife Frau, knackiger Liebhaber" nicht beschweren. Die suchen das auch nur aus Zeitschriften aller Coleur heraus. Davon abgesehen: Dieses Thema ist eins, wo sehr gern sehr große Unterschiede gemacht werden. Bei Frauen ist es nämlich immer noch und immer wieder verpönt, wenn sie einen jüngeren Liebhaber haben. Nur Männer sind die wahren Helden bei solchen Dingen. Nur weil DU etwas nicht gesagt hast (Thema Gewalt, die Frauen anwenden), heißt das nicht, dass ich es nicht sagen darf, hm? Ich mache hin und wieder nur Aussagen zu etwas, was ich lese. Dann muss das keiner Wertung unterzogen werden, ob man das so gesagt hat. Es war nur meine Meinung dazu, mehr nicht. Und wenn du den Sinn daran nicht erkennst, dann musst du vielleicht nochmal lesen :-))) Ich habe meine Kinder bisher ohne Macht erzogen. Und ihre Kindergärtnerinnen oder Lehrerinnen oder Lehrer haben es bis dato auch ohne Macht hinbekommen. Man erzieht Kinder nicht mit Macht, sondern mit Liebe und Konsequenz. Und sollte mal ein lautes Wort fallen müssen, dann ist das auch kein Machtgehabe in DEM Sinne. Es ist dann einfach notwendig, um zu sagen oder zu zeigen, dass gewisse Dinge nicht ihre Bedeutung verloren haben. Macht ausüben bedeutet für mich Unterdrückung und Gewalt. "Schön und gut, Ihr Vortrag. Falls Sie damit meinen, ich hätte Sie verletzt: Sagen Sie mir erstens, wieso, und zweitens sehe ich nicht, inwiefern............ Und schon wieder beziehst du etwas auf dich, was nur eine allgemeine Aussage war :-))) "Und Ausdrücke wie "Ich lach mal hier an dieser Stelle" finde ich schon etwas respektlos, bei der Gelegenheit." Naja, ich lache trotzdem, wenn mir danach ist, okay? :-))) Vor allem dann, wenn ein Mann eine Frau erziehen möchte, damit er zu seinem gesellschaftlich verbrieften Recht kommt, hm? :-))))))))))
  • YamatanoOrochi
    Freitag, 07.10.2011, 10:37 Uhr
    @ touchMEnow: Wie wäre es denn einmal, das, was ich geschrieben habe, genau durchzulesen, bevor Sie mir ungerechtfertigte Kritik machen? Und bei der Gelegenheit: Wie wäre es, dass Sie mich mit SIE ansprechen, nicht mit DU? "Also du hast echte Probleme, meine Herren! Frauen per se sind für dich das aller Übel, hm?" Habe ich nie gesagt. Und warum habe ich "Probleme", wenn ich meine Rechte in der Öffentlichkeit verteidige? "Aber Frau darf das nicht umgekehrt von einem Mann erwarten, weil er sich sonst ihrer "Macht" ausgeliefert sieht?" Auch das habe ich nie gesagt. "Macht hat in einer Beziehung oder im Zwischenmenschlichen überhaupt nichts zu suchen oder verloren." Erstens habe ich nie etwas über Macht im zwischenmenschlichen Bereich gesagt, sondern über Macht im Staat. Das wissen wir alle, dass es ohne nicht geht. Das gefällt Ihnen vielleicht nicht, aber es ist nun mal so. Zweitens: In jedem Staat, in jeder Gesellschaft, hier in dem Forum - und mMn auch im Zwischenmenschlichen - gibt es Regeln, die alle anerkannt haben. Regeln, die dem Individuum die Macht geben, andere Individuen bei Verstoß zur Rechenschaft zu ziehen. Ob Macht in einer Beziehung etwas zu suchen hat oder nicht, diese Frage stellt sich gar nicht - ohne ist es gar nicht möglich. Ist vielleicht schade, aber es geht in mancher Hinsicht gar nicht anders. Macht ist nicht etwas, was Menschen einfach wollen - sie hilft uns, lebenswichtige Interessen zu verteidigen. Anders ausgedrückt: Regeln sind nicht dazu da, jemanden zu verletzen - sondern uns alle zu schützen. Und bei der Gelegenheit: Ich glaube nicht, dass Sie, wenn Sie davon überzeugt sind, Macht hätte im zwischenmenschlichen Bereich nichts zu suchen - was ich als IHRE persönliche Meinung annehme - dann allen Menschen diese Ihre Meinung auch aufzwingen können. Damit widersprechen Sie Ihren eigenen Vorstellungen. "Wenn dir eine Frau einen Korb gibt, hat sie deine Rechte als Mann in keinster Weise beschnitten. Denn du hast ja keine Rechte an einer Frau, oder ist ein Mensch eine Ware?" Die Frau hat mir keinen Korb gegeben, sie hat mir verboten, ihr überhaupt Annäherungsversuche zu machen. Das kann sie mir nicht verbieten. Und bei der Gelegenheit: Ich habe auf GMX sicher schon einige Male Berichte über "Reife Frau, knackiger Liebhaber" gesehen. Da fühle ich mich auch als Ware behandelt. Ist also nicht so, dass nur Männer nur Frauen als Ware behandeln. Ich bin bis jetzt leider noch nicht dazugekommen, mich bei GMX darüber zu beschweren, aber das nächste Mal tue ich es. "Was Gewalttätigkeiten bei Frauen angeht, hast du dann mal nicht ganz unrecht. Dieses Thema wird gern öffentlich tabuisiert. Aber man kann nicht negieren, dass auch Frauen physische und psychische Gewalt ausüben. Deshalb gilt das aber wie bei Männern nicht für jede Frau." Erstens ergibt das, was Sie hier gesagt haben, hinsichtlich Syntax keinen Sinn. Zweitens habe ich nicht gesagt, dass Gewalt, die gegen einen Mann verübt wird, tabuisiert wird. Ich habe das Klischee bestritten, dass Männer gewalttätiger sind als Frauen. "Erzieherinnen üben gar keine Macht aus. Dieses Wort scheint dir zwar zu gefallen, aber es stimmt so nicht. Erziehung hat auch nichts mit Macht zu tun. Oder haben deine Eltern dir gegenüber Macht ausgeübt? Wenn ja, dann tut es mir leid." Alle Menschen üben auf die eine oder andere Art Macht aus. Und Erziehung hat sogar viel mit Macht zu tun: Den Menschen beizubringen, welches Verhalten akzeptabel ist, ist eine der wichtigsten Funktionen unserer Gesellschaft überhaupt. Vor allem dann, wenn es um Rechte und deren Verteidigung geht. "Fehler sollte jeder zugeben können, Frauen wie Männer. Und kritikfähig sollten auch beide Geschlechter sein. Allerdings sollte Kritik auch so vorgetragen werden, dass sie nicht verletzt." Schön und gut, Ihr Vortrag. Falls Sie damit meinen, ich hätte Sie verletzt: Sagen Sie mir erstens, wieso, und zweitens sehe ich nicht, inwiefern. Ich habe keine beleidigenden, verletzenden Ausdrücke verwendet, ich habe niemanden schlecht gemacht, ich habe niemanden durch den Schmutz gezogen und sonst nichts getan. Aber an Ihrem Verhalten hätte ich einiges auszusetzen - zum Beispiel, dass Sie den Text, den ich geschrieben habe, definitiv nicht genau durchgelesen haben. Außerdem habe ich keine Kritik abgegeben, sondern eine Zurechtweisung. Und Ausdrücke wie "Ich lach mal hier an dieser Stelle" finde ich schon etwas respektlos, bei der Gelegenheit.
  • touchMEnow
    Donnerstag, 06.10.2011, 14:00 Uhr
    @ YamatanoOrochi Also du hast echte Probleme, meine Herren! Frauen per se sind für dich das aller Übel, hm? Mann kann also von einer Frau erwarten, dass sie in vielen Rollen fungiert, wie zum Beispiel gute Mütter, gute Partnerinnen, tralala............ Aber Frau darf das nicht umgekehrt von einem Mann erwarten, weil er sich sonst ihrer "Macht" ausgeliefert sieht? "Stärke bedeutet bei einem Mann - entgegen falscher feministischen Dogmen - dass er imstande ist, einer Frau klare Grenzen zu setzen, seine Rechte ihr gegenüber geltend zu machen, seinen Teil der Macht, der ihm in der geordneten demokratischen Gesellschaft zusteht, auch auszuüben und die Frau zu erziehen." :-)))))))))))))) Ich lach mal hier an dieser Stelle, okay? Macht hat in einer Beziehung oder im Zwischenmenschlichen überhaupt nichts zu suchen oder verloren. Wenn dir eine Frau einen Korb gibt, hat sie deine Rechte als Mann in keinster Weise beschnitten. Denn du hast ja keine Rechte an einer Frau, oder ist ein Mensch eine Ware? Was Gewalttätigkeiten bei Frauen angeht, hast du dann mal nicht ganz unrecht. Dieses Thema wird gern öffentlich tabuisiert. Aber man kann nicht negieren, dass auch Frauen physische und psychische Gewalt ausüben. Deshalb gilt das aber wie bei Männern nicht für jede Frau. Erzieherinnen üben gar keine Macht aus. Dieses Wort scheint dir zwar zu gefallen, aber es stimmt so nicht. Erziehung hat auch nichts mit Macht zu tun. Oder haben deine Eltern dir gegenüber Macht ausgeübt? Wenn ja, dann tut es mir leid. Fehler sollte jeder zugeben können, Frauen wie Männer. Und kritikfähig sollten auch beide Geschlechter sein. Allerdings sollte Kritik auch so vorgetragen werden, dass sie nicht verletzt.
  • YamatanoOrochi
    Donnerstag, 06.10.2011, 11:29 Uhr
    Ein paar Sachen sind mir noch eingefallen: 5. Etwas Vertrauen seitens Frauen wäre auch angebracht. Ich weiß nicht, wie es anderen Männern geht, aber ich habe wirklich Besseres zu tun als alle paar Stunden eine Frau zu verhauen - oder einen Mann, je nachdem. Und die, die es tun, leiden manchmal sogar selbst darunter. 6. Ich habe schon einiges über die so genannte verbale Gewalt gehört, die (nach ansicht einiger psychologischer Beraterinnen, die ich kennen gelernt habe) von Frauen ausgeübt wird. Mehr als ein Lippenbekenntnis ist das ja auch nicht. (Und ein Klischee, vermutlich sind auch Männer dazu fähig.) Falls Frauen aber damit jene Frauen meinen, die meinen, sie seien stark und emanzipiert, wenn sie frech und respektlos seien (so haben es einige Frauen in meiner Umgebung schon Wort für Wort gesagt), haben sie recht. Es erscheint mir wichtig, dass die alten Werte von gegenseitigem Respekt wiederbelebt werden. 7. Nicht nur ich sage das, auch einige Frauen haben das schon gesagt: Alle Menschen sind gelegentlich Widerlinge. Es würde Frauen gut tun, sich nicht nur überhaupt damit auseinanderzusetzen, was sie falsch machen, sondern dies auch im gleichen Umfang, mit entsprechender Verurteilung und Tabuisierung nicht akzeptabler weiblicher Verhaltensmuster und nicht in Bezug auf männliches Fehlverhalten (bzw. das, was Frauen dafür halten). 8. Und wo wir gerade dabei sind: Welches Verhalten in einer Gesellschaft akzeptabel und angebracht ist, entscheiden Frauen nicht allein. Vielleicht ist genau das das Problem, dass Frauen immer die Erzieherinnen sind: SIE haben damit die alleinige gesellschaftliche Macht, denn sie entscheiden, welches Verhalten akzeptiert wird und welches nicht. Die Forderung, mehr Männer sollten sich an Erziehungsaufgaben beteiligen, erscheint mir daher in gewisser Hinsicht als eine raffinierte Falle für Männer: Männer sollen Verantwortung übernehmen, erhalten aber keine Macht. Einer meiner Freunde hat mal versucht, Lehramt zu studieren. In den Kursen, in denen Verhaltensmuster der zukünftigen Lehrer trainiert wurden, wurden er und die wenigen männlichen Kollegen meistens so behandelt, als wären sie nicht da. Frauen sollten mit der Behauptung, SIE würden im Berufsleben diskriminiert, etwas vorsichtiger sein... Und wo wir gerade beim Thema Macht sind: Aufgrund vieler verfassungs- und sonstwierechtlicher Bestimmungen haben Männer in der Politik, in der Wirtschaft und an sonstigen angeblich männlich dominierten Gebieten lange nicht so viel Macht über Frauen wie allgemein angenommen. Politiker werden demokratisch gewählt und die Macht der Firmenchefs wird durch Gesetze und Gewerkschaften beschränkt. Hätten Männer nur die leiseste Macht über Frauen, wäre das ein gesellschaftlicher Fortschritt. Schon erstaunlich: Je mehr Macht Frauen haben, desto unzufriedener werden sie - vermutlich weil sie ZU VIEL Macht haben. 9. Alle sonstigen Lehren und Meinungen der Feministinnen, Erzieherinnen usw. sind nicht mehr als das, was ich gesagt habe: deren persönliche Ansichten. Sie sollten erstens nicht so wichtig genommen werden und zweitens nicht immer für bare Münze. Wie heißt es so schön: Geschichte wird von Siegern geschrieben. Männer haben den Geschlechterkampf verloren, also schreiben Frauen die Geschichte. Keiner darf von vornherein blind darauf vertrauen, dass Frauen diese Geschichte wahrheitsgemäß, wertneutral, wertschätzend, mit einer ganzheitlichen Sichtweise, politisch korrekt und vollständig erzählen und dass sie der Gesellschaft nicht bewusst oder unbewusst wichtige Fakten vorenthalten. Schluss damit: Ich glaube, in unserer Gesellschaft sind Frauen offensichtlich außer Kontrolle geraten. Wird Zeit, sie wieder einzudämmen.
  • YamatanoOrochi
    Donnerstag, 06.10.2011, 08:12 Uhr
    Wieder einmal ein Artikel, der unter der einseitigen und verzerrten Sicht weiblicher "Erzieherinnen" leidet... Übrigens auch unter einigen Klischees und Unwahrheiten. 1. Nach meiner Erfahrung sind Frauen wesentlich gewalttätiger als Männer. Ich habe mich schon von einigen Frauen anschreien lassen können. Meine erste Jugendliebe hat ihren Status als solchige verloren, weil sie mich regelmäßig mit Begriffen wie "F*** dich ins Knie" ange"sprochen" hat. Ich kenne zwei Männer, die von einer Frau sexuell missbraucht wurden. Ich kenne drei Männer, die schon einmal von einer Frau bewusst geschlagen wurden. Eine dieser Frauen wurde rechtskräftig verurteilt und weiß bis heute nicht einmal, wieso. Neuere Forschung beweist auch, dass Frauen wesentlich öfter zu körperlicher Gewalt neigen als allgemein angenommen. Dass dies in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird, erscheint mir in erster Linie als ein Werk des Feminismus und der Mythen von der weiblichen Emanzipation, die offensichtlich dazu geführt haben, dass viele Frauen die Fähigkeit verloren haben, das eigene Verhalten kritisch zu beurteilen. Ich frage mich hier in diesem Forum schon zum zweiten Mal, ob das gleiche Verhalten - beispielsweise: jemanden schlagen - bei einem Mann und bei einer Frau gleich bewertet werden. Ich glaube, würden alle Untaten bei Frauen gleich bestraft werden wie bei Männern, würden fast alle Frauen im Gefängnis sitzen. Das kann wahrscheinlich keine Frau nachvollziehen, aber niemand kann von einem Mann erwarten, sich misshandeln zu lassen. Ich will also kein Gemecker hören, warum Männer Erwartungen in dieser Hinsicht an Frauen setzen - oder in anderer Hinsicht, was hier in diesem Forum schon besprochen wurde (ich beziehe mich auf einen Beitrag, in dem angesprochen wurde, dass Frauen dazu erzogen wurden, gute Mütter, Partnerinnen und weiß Gott was zu sein: Das kann jeder Mann ja auch erwarten. Sollte der Feminismus dazu führen, dass Frauen nicht einmal imstande sind, selbstverständliche Aufgaben in der Gesellschaft wahrzunehmen, sollte man ihn besser bekämpfen.) Und meiner Meinung nach haben Frauen schon immer zugeschlagen. Ist also zumindest keine Erfindung der Feministinnen, auch wenn ich den Feminismus verdächtige, bei Frauen gewalttätige Ausschreitungen, egal, ob körperlich oder verbal, bewusst zu fördern. Da muss sich eine Frau schon eine gute Argumentation einfallen lassen, ihr Verhalten zu rechtfertigen - und selbst ein Gewaltakt eines Mannes gibt einer Frau nicht das Recht, selbst gewalttätig zu werden. Damit macht sich eine Frau nur genau gleich schlecht. Vor allem deswegen, da Frauen (zumindest habe ich das schon einige Frauen sagen gehört) das Gespräch um gewaltfreie Kommunikation vom Zaun gebrochen haben. 2. Ich kenne genug Männer, die über ihre Gefühle offen sprechen können - und zwar mehr Männer als Frauen. Vielleicht muss man (sorry: frau) das alles nur einmal sehen wollen. Männer sprechen über Gefühle und Probleme - nur sagen sie nicht immer das, was Frauen hören wollen. (Wen auch immer der Buchautor mit "Männern" meint...) 3. Unabhängig davon, wie viele Männer als Erzieher oder Lehrer arbeiten: Wir existieren immer noch. Und auf die eine oder andere Weise erziehen wir Jungen und Mädchen durch unser Verhalten, unser Reden, was auch immer. Typisch für die Selbstherrlichkeit so genannter ErzieherInnen, nur ihr eigenes Verhalten als Erziehung zu betrachten. 4. Stärke bedeutet bei einem Mann - entgegen falscher feministischen Dogmen - dass er imstande ist, einer Frau klare Grenzen zu setzen, seine Rechte ihr gegenüber geltend zu machen, seinen Teil der Macht, der ihm in der geordneten demokratischen Gesellschaft zusteht, auch auszuüben und die Frau zu erziehen. Ich habe das Gefühl, Frauen müssen lernen, sich in einer Gesellschaft an allgemein anerkannte Regeln zu halten - und vielleicht einmal so zu tun, als ob ein Mann ein Wesen ist, das einer Frau gegenüber überhaupt einmal auch Rechte hat. Und bei der Gelegenheit könnte es ihnen auch nicht schaden, sich mit ethischen Fragen auseinanderzusetzen. Das könnte bei Frauen zu einer nicht zu unterschätzenden charakterlichen Reifung führen. 5. Nochmals zum Punkt aggressives Verhalten: Frauen müssen lernen, bei einigen Verhaltensweisen, die sie im ersten Moment als "aggressiv" betrachten, mehrmals hinzusehen. Ich habe schon mehr als einmal bereut, einen Mann für aggressiv gehalten zu haben. Ein Beispiel: Ich kann mich erinnern, selbst einmal einer Frau Avancen gemacht zu haben, die sie mit den Worten, ich zitiere: "Keine Annäherungsversuche!", zurückgewiesen hat. Na gut, sie will nicht. Pech gehabt. Später habe ich dies einer Beraterin erzählt. Ihr Kommentar: "Männer (wer sind denn "Männer überhaupt?) haben oft Probleme damit, die Grenzen einer Frau zu respektieren." Wahrscheinlich wird jetzt jede Frau zustimmen. Nur wenige Frauen werden das mehrmals lesen und feststellen, dass mir eigentlich niemand verbieten kann, einer Frau Annäherungsversuche zu machen (nein, ich habe sie nicht am Busen angefasst oder ihr gegen mehrmalige Proteste die Kleider vom Körper gerissen). Nicht ich habe ihre Rechte verletzt - sondern sie meine.
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