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29.12.2012, 16:36 Uhr

Mehl-Schlacht in spanischer Stadt

Madrid (dpa) - Mit Essen wirft man nicht? Offenbar doch. Eine Schlacht mit drei Tonnen Mehl, Tausenden von Eiern und sehr vielen Knallfröschen haben sich die Bewohner einer Kleinstadt in Spanien geliefert.

Wie jedes Jahr am 28. Dezember feierte die Gemeinde Ibi an der Costa Blanca das Fest der "Els Enfarinats", das Fest der "Mehlmänner". Bunt und ulkig verkleidete Männer mit mehlverschmierten Gesichtern setzten als "Rebellen" Bürgermeisterin Mayte Parra für 24 Stunden symbolisch ab und übernahmen in Ibi die Macht.

Bei dem über 200 Jahre alten Brauch wird in der 24 000-Einwohner-Stadt knapp 40 Kilometer nördlich von Alicante Geld für wohltätige Zwecke gesammelt. Dieses Jahr kommen die eingetriebenen "Steuern" nach Angaben der Organisatoren einem Altersheim zugute.

Der 28. Dezember, der Tag der unschuldigen Kinder, hat in Spanien eine ähnliche Funktion wie der 1. April in Deutschland.

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42 Meinungen zu "Mit Essen wirft man doch nicht!"

  • notting
    Montag, 31.12.2012, 13:22 Uhr
    @lexiphon: Unmoralisch ist aber auch, mit subventionierten Essen die Landwirtschaft in anderen Ländern defakto zu zerstören, weil die mangels Subvention preislich nicht mithalten können - wird aber auch im großen Stil gemacht... notting
  • Aaroan23
    Montag, 31.12.2012, 11:40 Uhr
    ACh du meine Güte, da würd ich gern mitmachen. :D
  • Astrobulus
    Montag, 31.12.2012, 11:23 Uhr
    Tomatina und Melotina, usw ein armer Mensch der nichts zu futtern hat würde nicht mal annähernd auf so eine Idee kommen, auch wenn der Nährwert von Tomaten nicht so hoch ist, füllen sie den Magen. und wie man auf dem Bild schön sehen kann, wird nicht nur mit Mehl geworfen sondern auch mit Eiern und der Nährwert von der ganzen Lebensmittel die in Spanien auf den Kopf gehauen werden aus Tradition, (Stierkampf gehört auch dazu) könnte anderswo vielen Menschen das Leben retten. Es ist auch nicht die Frage der Kultur, sondern eher eine Frage des Anstandes, ob man für Spass Lebensmittel Opfert die anderen Menschen das leben hätten retten können. Ich verurteile die Spanier nicht für ihre Tradition, aber ich finde die Gesamtheit der Bräuche in Spanien alles andere als Kulturell Menschlich, sie sind für mich ein Zeichen, einer Wohlstandsgesellschaft die zu viel von allem hat. Einerseits hat Spanien eine hohe Arbeitslosigkeit, und andererseits solche Kulturell bedingte Verschwendungsorgien, da fragt man sich doch welchen Zahlen man da wirklich glauben kann. Das ganze Rangiert für mich auf der selben schöpfungshöhe wie die Tortenbomber...
  • binnichtirre
    Montag, 31.12.2012, 09:44 Uhr
    Wer Hunger gelitten hat, wirft nicht mit Nahrungsmitteln! Ja, ich habe in unserer modernen Gesellschaft gehungert! 1971!!! Da ging es mir sehr schlecht. Drei Wochen nur von Wasser gelebt. Nichts zu essen, kein Geld. Sozialamt: gehen sie arbeiten. Nur durfte ich mit gebrochenem Bein nicht arbeiten. Habe es drei Tgae getan. Dann meinte der Chef, ich solle nach Hause gehen. Mit dem Krankengeld konnte ich gerade die Miete, Strom, Gas, für meine Tochter Alimente bezahlen. Dann war das Geld futsch!
  • meckerfuzzi
    Montag, 31.12.2012, 09:40 Uhr
    backe backe kuchen!
  • CertoAmoLaMiaVita
    Montag, 31.12.2012, 09:17 Uhr
    Verschwendung von Nahrungsmitteln war mir schon immer ein Gräuel. Vermutlich das Resultat meiner Erziehung, denn meine Eltern sind im Krieg aufgewachsen.
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