Zur mobilen Ansicht wechseln

09.07.2012, 16:12 Uhr

Baby-Alarm bei Fashion Week

Berlin (dpa) - Finale der Berliner Modewoche: Designer Michalsky lässt ein hochschwangeres Model mitlaufen. Auch andere Designer hielten sich an den Vorsatz, keine allzu dünnen Models laufen zu lassen.

Von Michalsky bis zu Mode aus Istanbul: In Berlin endete am Wochenende die elfte Ausgabe der Fashion Week. Mit sommerlicher, klassischer und femininer Mode zeigte Michael Michalsky die letzte große Show. In hellen fließenden Stoffen liefen die Models am Freitagabend im Tempodrom über den Laufsteg - unter ihnen ein hochschwangeres Model.

Michalsky sagte, Stichwörter wie Freundschaft, Liebe und Austausch hätten ihn zu der Kollektion inspiriert. "Dafür habe ich nach einem Symbol gesucht", sagte der Designer. Eine junge Frau kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes verkörpere das Motto der Kollektion "Personal Sunshine" perfekt. Der Designer sagte, er achte bei allen seinen Models darauf, dass sie nicht mager seien.

Und das sah man während der Show: Unter den geöffneten Blazern und transparenten Blusen blitzten immer wieder auch runde Busen hervor. Dazu trugen die Models weit ausgestellte Hosen, schwingende Plissee-Röcke und Shorts in allen Varianten. Ob mit glitzerndem Blumendruck oder schlicht schwarz - kurze Hosen werden bei Michalsky in der kommenden Saison salonfähig.

Das gilt nicht nur für die Frauen. Erstmals präsentierte der Designer eine komplette Herren-Kollektion. Die Männer dürfen es locker angehen und weiße Socken zu Shorts und Jackett tragen. Pastelltöne dominierten: Beige und Weiß mit Akzenten in blassem Türkis, Orange und Rosa. Das kleine Schwarze und der klassische Anzug fehlen nicht. Berlins Regierender Bürgermeister und Fashion-Week-Stammgast Klaus Wowereit (SPD) kam nicht zur Michalsky-Show. Dafür kuschelten dort Noah Becker und seine neue Begleiterin in der ersten Reihe.

Am letzten Tag der Laufstegschauen stellten sich am Samstag unter anderem Designer aus Istanbul im Zelt an der Siegessäule vor. Die Fashion Week zog nach rund 50 Schauen an vier Tagen eine positive Bilanz. "Es waren alle sehr zufrieden", sagt Sprecher Daniel Aubke. Der Aufruf der "Vogue" und der Fashion Week an die Designer, keine zu dünnen Models zu verpflichten, habe gut geklappt. "Wir hoffen, dass das ein Signal ist", sagte Aubke.

Bei der Modewoche kamen auch wieder Talente zum Zuge. Das Label Blaenk gewann den Förderpreis "Start your Fashion Business" und erhielt für den ersten Platz 25 000 Euro, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft mitteilte. Platz zwei sicherte sich Blame, den dritten Platz Sissi Goetze.

Fünf modische Tops und Flops der Fashion Week

TOPS

- Irokese: Nicht nur bei Italiens Fußballer Mario Balotelli zu beobachten. Auch Fashion-Week-Botschafterin Joan Smalls trug auf den Fotos von Mario Testino die Haare hoch.

- Futuristischer Metall-Look: gehörte bei Hugo Boss zu den Highlights. Ein Top sah aus wie aus Metall gehämmert - und trotzdem leicht zu tragen.

- Asymmetrische Kleider: Schiefes kann hübsch aussehen, siehe Unrath & Strano oder Hugo.

- Experimentierfreude: Der Kanadier Steven Tai führte eine Kreuzung aus Hose und Buch vor.

- Pastellfarben: Auf der Messe Bread & Butter zeigt sich, dass es modisch nicht mehr ganz so grell sein muss. Im nächsten Sommer trägt man beispielsweise Espandrillos in hellgelb.

FLOPS

- Ballerina-Dutt: Bei Männern als Frisur nur bedingt geeignet.

- Jutebeutel mit ironischen Sprüchen ("Hinterher ist man immer blauer"). Könnten auch mal daheimbleiben.

- Bodenlange und durchsichtige Röcke: schwierig zu kombinieren.

- Planlos gestochen: Dass verworrene, bedeutungsarme Tattoos bei Jugendlichen und Sportlern im Trend liegen, ist bekannt. Dass viele Modeleute auf den Zug aufspringen, nun auch

- Hosenbeine in zwei unterschiedlichen Farben wie bei Hugo: Da scheiden sich die Geister.

Alle News vom: 9. Juli 2012 Zur Übersicht: Lifestyle

9 Meinungen zu "Baby-Alarm bei Fashion Week"

  • pandora71
    Dienstag, 10.07.2012, 14:54 Uhr
    ich war auch im 8 Monat noch am FKK es sah toll aus die Geburt muß natürlich nicht auf dem Laufsteg sein aber unästehisch finde ich es nicht jeder hat eben eine ander Einstellung zu seinem Körper und wenn man sich wohl fühlt - kann man es auch zeigen wer nicht - soll es lassen - aber auch nicht lästern - oder neidisch sein die Frau sieht toll aus - und ist stolz auf den Babybauch - da gibt es nicht zu mekern bestimmt viel viel besser als manche unzufriedene Nicht-Schwangere
  • pandora71
    Dienstag, 10.07.2012, 14:48 Uhr
    also ich finde die schwangere Frau sehr sehr schön als ich schwanger war - fühlte ich mich auch schön die menschen verlieren das Gefühl für die Nacktheit Nachtsein ist etwas ganz natürliches und etwas schönes das hat nichts mit Sex oder Scharmhaftigkeit zu tun es ist natürlich und schön
  • ar1965
    Dienstag, 10.07.2012, 10:53 Uhr
    eine Schwangerschaft ist etwas so schönes, ich habe 3 Kinder geboren und war immer stolz auf diese "runde Kugel" zum Schluss, außerdem leben wir auch nicht mehr im Mittelalter, sicherlich ungewöhnlich, aber keineswegs verwerflich
  • daesue
    Dienstag, 10.07.2012, 10:14 Uhr
    Wieso sollte man sich denn bitte für eine Schwangerschaft schämen? das ist doch das Schönste auf der Welt! Warum also nicht zeigen?
Partnerangebote

Duell der Vize-Missen: Es geht um ein Shooting in Andalusien. >

Geist im Spiegel: Frau von sexy Zwillingen reingelegtVideo

Junge Frau traut ihren Augen nicht – und das aus gutem Grund. >

Liebe in der U-Bahn: Waggon für Singles in Prager MetroVideo

In der Prager U-Bahn gibt es bald Züge speziell für Singles. >


Internet Made in GermanyWEB.DE 2013 - Marke des JahrhundertsIhr WEB.de-Postfach ist grünWeb.de unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Baby-Alarm bei Fashion Week. Designer Michalsky lässt schwangeres Model für sich laufen.