Säbelrasseln am Golf: Iran will Raketen testen
"Samstagmorgen wird die iranische Marine einige ihrer Langstreckenraketen im Persischen Golf testen", sagte der stellvertretende Befehlshaber der Marine, Admiral Mahmud Mussavi der Nachrichtenagentur Fars.
Der Iran spricht von Langstreckenraketen, obwohl deren Reichweite 2000 Kilometer nicht überschreiten soll. Die Raketen können damit allerdings die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und in Afghanistan bedrohen.
Die Raketentests gehören zu einem Großmanöver der iranische Streitkräfte in dem Seegebiet, das am vergangenen Wochenende begonnen hatte. Die bis zum 2. Januar laufenden Übungen sollen nach Mussavis Worten nun in ihre wichtigste Phase treten. Ziel sei es, die iranische Marine auf eine kriegsähnliche Situation vorzubereiten.
Drohgebärden aus Teheran und Washington begleiten das Manöver. Trotz Warnungen aus den USA, eine Behinderung des freien Seeverkehrs werde nicht toleriert, brachte der Iran eine Blockade der Straße von Hormus ins Spiel. Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi hatte erklärt, kein Tropfen Öl werde mehr durch die Meerenge gelassen, falls der Westen die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen ausweite.
Der Vizechef der iranischen Revolutionsgarden, General Hossein Salami, hatte gesagt: "Wann immer die iranischen Interessen auf dem Spiel stehen, werden wir entschlossen antworten." Die USA seien nicht in der Position, dem Land Vorschriften zu machen.
Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat im verbalen Machtkampf bisher geschwiegen. Auch das iranische Verteidigungs- und das Außenministerium hielten sich zurück. Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast hatte in der vergangenen Woche noch die Absicht einer Blockade der Straße von Hormus bestritten. Das werde gegenwärtig nicht in Betracht gezogen.
Durch das Nadelöhr befördern Tanker nach unterschiedlichen Quellen bis zu 40 Prozent des weltweit auf Schiffen transportierten Öls - unter anderem nach Westeuropa und in die USA. Am Ölmarkt wird die Entwicklung deshalb aufmerksam beobachtet. Eine unmittelbare Gefahr sehen die Ölexperten aber nicht; die Ölpreise sind bisher nur mäßig gestiegen.
Die USA, Frankreich und Großbritannien unterhalten am Persischen Golf Militärstützpunkte. Die US-Marine verweist auf ihre "robuste Präsenz" in der Region und erklärt, sie werde eine Behinderung des freien Seeverkehrs nicht zulassen. Die mit den USA verbündeten arabischen Golfstaaten rüsten derweil auf. Saudi-Arabien vereinbarte mit den USA die Lieferung von 84 Kampfflugzeugen des Typs F-15 und die Modernisierung von 70 weiteren Kampfjets.
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sagitta68
Samstag, 07.01.2012, 09:41 Uhr Wenn ich schwerbewaffnete Leute aus einem sehr, sehr fernen fremden Land in meinem Vorgarten wüßte würde ich auch alle Waffen testen die ich habe. Kochlöfel, Regenschirme, Bügeleisen, Fleischklopfer u.ä. Allerdings weiß ich nicht ob das helfen würde. -
Feld
Freitag, 06.01.2012, 15:37 Uhr Angriffskriege werden gerne als Verteidigung getarnt. Dieser Strategie bediente sich schon Hitler, als am 1. September 1939 auf Polen „zurückgeschossen“ wurde. Dieser Strategie bediente sich Bush, bei seinen Angriffskriegen gegen Afghanistan und gegen den Irak. Und sobald der offensichtlich bereits beschlossene Krieg gegen den Iran vom Zaun brechen wird, dürfen wir ähnliches erwarten. Die, durch den Iran angedrohte, Blockade der Straße von Hormus weist bereits in diese Richtung. Vom Standpunkt des Iran handelt es sich dabei um eine Maßnahme gegen ungerechtfertige Wirtschaftssanktionen. Was noch fehlt, wäre ein Angriff auf ein Schiff der amerikanischen Kriegsmarine in der Region, wer immer diesen auch durchführen mag. Mit unglaublicher Gelassenheit vernehmen wir regelmäßig Meldungen über neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Selten, wenn überhaupt, werden wir daran erinnert, um was für eine Überheblichkeit es sich dabei handelt. Einige Staaten, allen voran natürlich die USA, beschließen Strafmaßnahmen gegen ein anderes Land. Der Iran ist ein souveräner, unabhängiger Staat. Und über diesen werden Sanktionen verhängt, so wie Lehrer ungehorsame Schuljungen bestrafen. Mit welchem Recht spielt sich die US-Regierung, Handlanger der Banken- und Konzernelite, zur Weltautorität auf? Wenn in diesem Zusammenhang dann noch auf die „internationale Gemeinschaft“ verwiesen wird, dann bedeutet dies bloß, dass sich andere Staaten – und Deutschland ist nicht ausgenommen – schlicht mit dem Stärkeren verbünden. Bravo! Bei der Meerenge von Hormus handelt es sich um einen bedeutenden Seeweg, über den insbesondere saudi-arabisches und irakisches Erdöl transportiert wird. An der engsten Stelle ist sie bloß 54 km breit. Es bedarf also nicht einmal einer sonderlichen Militärmacht, Handelsschiffe bzw. Öltanker an der Durchfahrt zu hindern. Wird aus offiziellen iranischen Kreisen nun verlautet, dass eine Blockade der Straße von Hormus nicht ausgeschlossen sei, sollten weitere Wirtschaftssanktionen verhängt werden, so wird dies in einer Art berichtet, als wäre der Iran der Aggressor. Doch vergleichen wir an einem banalen Beispiel: Parkt Ihr Nachbar sein Auto regelmäßig und trotz wiederholter Hinweise vor Ihrer Garageneinfahrt, und eines Tages drohen Sie damit, ihm die Luft aus den Reifen zu lassen, macht Sie dies zum Aggressor? Die iranische Kriegsmarine führt im Bereich der Straße von Hormus ein Manöver durch. Solche Übungen dienen, internationalen Gepflogenheiten entsprechend, dazu, die eigene Verteidigungsbereitschaft zu demonstrieren. Und genau in dieser Region tauchte, einer Meldung des iranischen Senders PressTV zufolge, ein US-Flugzeugträger auf. Wer provoziert hier wen? Die Gefahr liegt jedoch nicht in diesem Muskelspiel. Die wirkliche Gefahr besteht darin, dass ein Angriff unter „falscher Flagge“ auf ein US-Schiff durchgeführt werden könnte. Von wem? Von den Amerikanern selbst? Die würden so etwas nie tun? Lesen sie weiter: Was war der offizielle Anlass dafür, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 1965 in den Vietnamkrieg eintraten? Der Angriff auf ein US-Kriegsschiff im Golf von Tonkin, im August 1964, durch nordvietnamesische Schnellboote. Dank der Veröffentlichung eines Pentagon-Berichts durch Daniel Ellsberg, wurde im Jahr 1971 bekannt, dass es sich dabei um eine bewusste Falschmeldung gehandelt hatte, um den Kriegseintritt vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen! war übrigens der Anlass dafür, dass sich die Vereinigten Staaten im Jahr 1917 in den ursprünglich innereuropäischen Ersten Weltkrieg einmischten? Der Angriff auf das britische Passagierschiff „RMS Lusitania“ durch ein deutsches U-Boot unter Kapitän Walter Schwieger im Mai 1915. Was der Öffentlichkeit jedoch vorenthalten wurde war, dass es sich dabei um einen Waffen- bzw. Munitionstransport, trotz gegen England verhängter Seeblockade, gehandelt hatte. Die Passagiere wurden bewusst dieser Gefahr ausgesetzt. Nachdem der damalige deutsche Geheimdienst über die Ladung informiert war, wurden in amerikanischen Tageszeitungen Warnungen in Form von bezahlten Anzeigen veröffentlicht. Obwohl die Lusitania von nur einem Torpedo getroffen wurde, berichteten Überlebende von mehreren Explosionen. Auch das rasche Sinken des Schiffes bestätigt das Vorhandensein von Munition. Am 8. Juni 1967 wurde das US-Aufklärungsschiff „USS-Liberty“ im Mittelmeer von israelischen Kampfflugzeugen angegriffen und schwer beschädigt. 34 US-Matrosen wurden dabei getötet. 172 weitere wurden verletzt. Die einzig logische Erklärung für dieses, als „Irrtum“ deklarierte, Verhalten der Israelis ist, dass Ägypten die Verantwortung hätte zugeschoben werden sollen, um einen US-Angriff zu rechtfertigen. Aus nicht bekannten Gründen, wurde der Beschuss jedoch abgebrochen, wodurch die wahren Urheber des Angriffes bekannt wurden. Am 26. März 2010 sank das südkoreanische Kriegsschiff „Cheonan“ nach einem Torpedoangriff. Eine „internationale Kommission“, die jedoch ausschließlich aus pro-westlichen Experten bestand, erklärte Nordkorea für diesen Angriff verantwortlich. Von nordkoreanischer Seite wurden die Anschuldigungen kategorisch zurückgewiesen. Weder Russland noch China zeigten sich bereit, die vorliegenden „Beweise“ anzuerkennen. Auch wenn Konsumenten der Massenmedien davon ausgehen, dass der nordkoreanischen Regierung ein derart sinnloser Angriff zuzutrauen wäre, so handelt es sich dabei lediglich um eine, durch die Art der Berichterstattung provozierte, persönliche Meinung, die jeglicher Logik entbehrt. Wesentlich wahrscheinlicher ist ein Angriff unter falscher Flagge, um gegebenenfalls einen Anlass für einen Krieg gegen Nordkorea vorbringen zu können. Sollte es im Rahmen des iranischen Seemanövers zu einem Feuergefecht zwischen der iranischen und der amerikanischen Kriegsmarine kommen, so dürfen wir uns sicher sein, dass dies als Aggression des Iran erklärt werden wird. Der, vom Rundfunk Berlin-Brandenburg erst kürzlich gefeuerte kritische Journalist Ken Jebsen, erklärte schon Anfang Dezember, dass der geplante Konflikt so dargestellt werden wird, als wäre der Iran eine Bedrohung für die umliegenden Staaten. Insbesondere zu diesem Thema dürfen wir Ken Jebsen zweifellos als Experten einstufen. Sein Vater stammt aus Persien. Allerdings gibt es ein verlässliches Anzeichen, dass eine Eskalation der Spannungen zumindest während der nächsten Tage noch nicht auf dem Programm steht. Ein Konflikt in der Region würde unweigerlich eine Beeinträchtigung der Schifffahrt, und somit der Öltransporte aus Saudi Arabien und dem Irak, mit sich bringen. Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten nahm der Preis für Rohöl, trotz der bedrohlichen Meldungen, geringfügig ab. Sobald der Ernstfall eintreten wird, ist jedoch mit einem empfindlichen Preisanstieg zu rechnen. Es scheint sich also, vorläufig noch, um Stimmungsmache zu handeln. Dem Beginn des neuen Jahres 2012 müssen wir aber trotzdem mit berechtigter Sorge entgegensehen. -
Donareiche
Samstag, 31.12.2011, 14:47 Uhr hallo99, Seite 32. Warum um alles in der Welt sollte der Iran andere in seine Angelegenheiten blicken lassen? Machen die US Amerikaner und Israelis auch nicht. Die machen einfach. Erinnert mich irgendwie an die typisch deutsche Aussage: "Bei mir können die kommen und gucken. Ich habe nichts zu verbergen"! Darum geht es nicht! Es sind die Yankees und ihre nahöstlichen Herren die sich von niemanden in ihre Karten sehen lassen. In Israel bekommst Du schon Schwierigkeiten, wenn Du dich den Atomlagern und Versuchslabors in der Negev-Wüste näherst. Und in Achmadinedschad haben die sich einen ausgesucht, der vor ihnen keine Angst hat, den Laden dichthält und sie mit ihren eigenen Waffen schlägt. Gut so das es solche Leute noch gibt. -
hallo99
Samstag, 31.12.2011, 13:10 Uhr Das ganze Dilemma nur weil einer die Tür zu hält!!!Einmal die Beobachter sehen lassen was sie wollen und Tür wieder zu!!!Aber Nein Ich will nicht!!!Wer heimlich was Plant will meist anderen Schaden!!!Der Iran hatte nun wirklich ne Menge Zeit seine Türen zu öffnen um die Zweifel zu beseitigen!!!Nichts hat er gemacht!!!Im Gegegenteil jetzt droht er mit der nächsten Aktion!!!Ob Er es oder sein Komandeur gesagt hat ist mittlerweile egal!! er hatte genug Zeit für eine Erklärung!!!Habe nichts gehört also ist er dafür!!!Somit droht er der Weltwirtschaft ,unseren Arbeitsplätzen usw.Was gibt es da noch zu klären!!!Mit einem lächerlichen Gang durch seine Atomanlagen würde er die USA als Lügner deklarieren!!WENN er nichts zu verbergen hat!!Der Iran selbst hinterläßt einen bitteren Geschmack von Lüge!!! -
lobenstein
Samstag, 31.12.2011, 12:52 Uhr FaithNoMoreXO S.32 Lüge, Wahrheit, beides ist bekanntlich Fragen des Standpunktes. Sie können einen Sachverhalt euphemistisch oder dysphemistisch darstellen. Wenn Sie lesen, dass der Iran droht, die USA aber ankündigen, wenn Sie lesen, dass Russland abstreitet, die USA dementieren, wenn Sie lesen, dass russische Sicherheitskräfte brutal vorgehen, die US-Polizei dagegen entschlossen und energisch, dann wissen Sie was ich meine. Sie kennen sicherlich die Frage, die hilft, den Standpunkt und die Absicht des Verfassers sehr schnell erkennen zu lassen: „Wem nützt es?“ Wem nützt genau diese Form einer Darstellung? Abgesehen davon, dass bereits mit der Auswahl der Themen und dem, was zum medialen Gegenstand erhoben wird, Politik gemacht wird. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr und uns allen mutige und politisch tatsächlich investigative Journalisten. Vom läppischen, schmierigen, nach Effekten haschenden Skandaljournalismus, habe ich die Nase voll. -
FaithNoMoreXO
Samstag, 31.12.2011, 12:13 Uhr lobenstein Nun ja, ob Wahrheit oder Lüge ist oft nicht zu unterscheiden. Ich betrachte das Problem mit dem Grundsatz, nimm die Hälfte. Als Ossi kenne ich mich ja recht gut aus mit der Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade wenn es um den Iran geht mache ich mir, egal um was es speziell geht, die Mühe auch die Verlautbarungen des Iran gewissenhaft zur Kenntnis zu nehmen. Stellt man die dann den Meldungen der westlichen Medien gegenüber, fällt einem schnell auf das es immer auch eine Frage der Interpretation der vorhandenen Informationen ist die zu einem ausgewogenen Gesamtbild führen können. Mit anderen Worten, wenn ich grundsätzlich nur Lügen erwarte werde ich auch nur Lügen wahrnehmen. -
lobenstein
Samstag, 31.12.2011, 11:38 Uhr FaithNoMoreXO S.30 Ob es, so wie peschawa11 (S.30) behauptet, statistische Erhebungen über den Wahrheitsgehalt der medialen Berichterstattung gibt, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass die Medien, allen voran die öffentlich rechtlichen Medien, bei den Zuhörern/Zuschauern politisch – ideologische Grundhaltungen zu erzeugen haben. Auch wenn das keiner so klar ausspricht, es ist so. Übrigens, diese Aufgabe haben die zugelassenen Medien eines jeden Staates. Es gibt keine unabhängigen Medien und es gibt keinen politisch unanhängigen Journalismus. Wer als Journalist substanziell gegen das bestehende eigene politische, wirtschaftliche System schreibt oder produziert, wird sehr bald keine Plattform zur Veröffentlichung mehr finden. Im Gegenteil, er wird beispielsweise keine Zeitungen mehr machen, sondern bestenfalls nur noch verkaufen. Mit westlicher Überheblichkeit, Vernebelungsabsicht und in Verkennung der eigenen Aufgabe, werden die Medien in nichtkapitalistischen Gesellschaftssystemen als Staatsmedien verunglimpft. So können Sie beispielsweise auf das Wort >Staatsmedien< im Zusammenhang mit China, Cuba oder Korea warten, Sie werden zuverlässig bedient. Diese Herabwürdigung galt beispielsweise auch für die libyschen Medien. Niemand hatte während des Kriegs gegen Libyen die Möglichkeit, Informationen aus libyscher Sicht zu erhalten. Obwohl es in unserem Land eine libysche Botschaft gab, kam diese in den Medien nicht zu Wort. Den deutschen Zuhörern, Zuschauern und Lesern, wird die Welt aus Sicht von ARD, ZDF und z. B. der Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt. Was erwarten Sie, mit Blick auf die politischern Aufgaben der Medien, unter diesen Umständen? Wenn Sie den Beitrag von peschawa11 unter diesem Aspekt betrachten, hat der Mann gar nicht so Unrecht.
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