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20.02.2012, 09:13 Uhr

Erste Konferenz der G20-Außenminister eröffnet

Los Cabos (dpa) - Mexiko hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, durch "globales Regieren" besser auf Krisen und Konflikte zu reagieren.

Zum Auftakt der ersten Konferenz der G20-Außenminister im mexikanischen Los Cabos sagte Außenministerin Patricia Espinosa, die internationalen Institutionen seien oft schwerfällig und zu bürokratisch, um gut funktionieren zu können.

"Es gibt viele Themen, die das Leben von Millionen Menschen betreffen, und bei denen die internationale Gemeinschaft nicht den geringsten Fortschritt macht", sagte die Gastgeberin vor den Repräsentanten der G20, bestehend aus 19 Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländern sowie der Europäischen Union. Es gebe zwar viele internationale Organismen, sagte Espinosa. "Aber die Welt hat heute keine Richtung". Die Menschen haben das Vertrauen in die Fähigkeit der Politik verloren, die richtigen Antworten auf ihre Bedürfnisse geben zu können.

Themen der informellen Tagung sind etwa Fragen der nachhaltigen Entwicklung, Handel, Klimaschutz und die Bekämpfung der Korruption. US-Außenministerin Hillary Clinton brachte etwa das Thema Syrien und den Konflikt um das iranische Atomprogramm in die Diskussion ein. "Wir sind über die Ereignisse in Syrien und die Herausforderungen durch den Iran sehr besorgt", sagte sie. Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderte am Rande des Treffens Teheran ultimativ auf, seine atomaren Pläne offenzulegen. "Die Zeit der taktischen Manöver ist vorbei", warnte Westerwelle.

Die zweitägige informelle Konferenz geht auf eine Initiative Mexikos zurück, das derzeit den Vorsitz in der Staatengruppe führt. Es gilt vor allem auch als Vorbereitungstreffen für den Gipfel der G20-Staats- und Regierungschefs im Juni in Los Cabos.

Vor dem Beginn der Tagung besuchten die Minister eines der beeindruckendsten Naturschauspiele Mexikos: Sie flogen zur Wal-Beobachtung nach Guerrero Negro, 900 Kilometer nördlich von Los Cabos. Jedes Jahr im arktischen Winter kommen die Wale in die warmen Gewässer an Mexikos Pazifikküste, um hier ihre Jungen zu gebären.

Zur Gruppe der G20 gehören die acht führenden Industriestaaten der Welt, die Europäische Union und aufstrebende Staaten wie China, Südafrika, Brasilien, Mexiko und Indien. Mexiko hat zudem einige andere Staaten zu dem Treffen eingeladen.

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2 Meinungen zu "G20-Minister starten Konferenz"

  • taigawutz
    Montag, 27.02.2012, 17:22 Uhr
    (Ergänzung zu Taigawutz, S. 1:) >>Kann es sein, daß Institutionen wie WTO, Weltbank und IWF das eigentliche Problem darstellen, wenn diese den >Entwicklungsländern< bestimmmte Infrastrukturmaßnahmen aufzwängen, wodurch bestimmte Bevölkerungsgruppe erst in Armut, Konflikten und Abhängigkeit getrieben werden???<< Zu bedenken ist auch, daß Armut, Hunger, Konflikte und Abhängigkeiten auch deswegen existieren, wenn Firmen (, z.B. solche der Pharma-Industrie) Patente auf Pflanzen und Tiere kaufen können, wodurch regionale Bevölkerungsgruppen (, evt. indigene Völker), die auf Selbstversorgung angewiesen sind, der Zugang zu (von Großfirmen) patentierten Tieren & Pflanzen verwehrt wird. Und wenn z.B. der Lebensraum von Tieren und Pflanzen vernichtet wird (, z.B. durch Zerstörung des Regenwaldes), dann wird auch der Lebensraum der dort ansässigen Menschen zerstört. Es kann vielleicht sein, daß so manche Nomaden-Völker / indigene Völker zur Selbstversorgung und Ackerbau traditionell sich auch an Brandrodung beteiligen. Gleichwohl ist davon auszugehen, daß Nomaden-Völker / indigene Völker dies nachhaltiger tun, da sie auf den Erhalt / Fortbestand des eigenen Lebensraums angewiesen sind und i.d.R. nicht an Profit interessiert sind. Es kann freilich sein, daß die Kultur der sog. Modernisierung / der Zwang zur Anpassung die marktwirtschaftliche Bedingungen auch Einfluss hat z.B. auf Nomaden-Völker / indigene Völker oder daß das Vordringen der kapitalistischen Kultur den Nomaden-Völkern / indigene Völkern keine andere Wahl läßt. Aber das ist dann ja eigentlich nicht die Schuld der Nomaden-Völker / indigene Völker.
  • taigawutz
    Donnerstag, 23.02.2012, 13:46 Uhr
    >>Erste Konferenz der G20-Außenminister eröffnet<< ...Kann es sein, daß das mal wieder eine elitäre Diskussionsrunde ist, bei der die eingentlich von Armut, Hunger und Konflikten betroffenen Bevölkerungsgruppen mal wieder ausgeschlossen sind??? Kann es sein, daß Institutionen wie WTO, Weltbank und IWF das eigentliche Problem darstellen, wenn diese den >Entwicklungsländern< bestimmmte Infrastrukturmaßnahmen aufzwängen, wodurch bestimmte Bevölkerungsgruppe erst in Armut und Abhängigkeit getrieben werden??? Und nun sind wir bei 2007!! War das nicht ein interessantes Jahr??? Hatte es da nicht gegeben einen G8-Gipfel in Heiligendamm (mit in Rostock eiliges Begleitprogramm)??? (Also gib’ schön Acht!! Das war aber 2007!!). Hatte im Jahr 2007 nicht auch schon begonnnen die US-Hypothekenkrise mit Immobilien-Blase, welche war gerade am platzen?? Und hatte es da nicht bereits gegeben eine Hunger-Krise?? Gut, das hatte auch zu tun mit spekulativen Spielereien mit Nahrungsmitteln und mit der Idee, Nahrungsmittel zu Verheizen zugunsten von WohlstandbürgerInnen sowie der Profitgier von Energiekonzernen. Nun im Jahr 2007 - waren wir da nicht auch zu Gast bei Freunden -- in Indien – mit Baden in den irgendwie vielleicht auch faszinierend wirkenden Narmada-Stauseen??? – Nein!! Da war’n wir nicht!! Allerdings können Staudämme / Staudamm-Projekte auch sorgen für reichlich Abhängigkeit, Armut und Leid bei dort ansässigen Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören oftmals indigene UreinwohnerInnen; in Indien heißen diese allgemein Adivasi. (Die Adivasi sollen übrigens auch tolle Kultur-Feten feiern können, was manchmal vielleicht auch erinnert an europäische Feste, z.B. Karneval oder >Allemannische Fastnacht< mit Hexentanz.). Der Bau von Staudämmen kann auch führen zu inländische >Tsunamis<. Der Begriff >Tsunami< ist mittlerweile in aller Munde – spätestens seit der riesigen Seebeben- und Tsunami-Katastrophe im >Golf von Bengalen< bzw. im >Indischen Ozean<. (Dies war allerdings bereits im Jahre 2004. Etliche Jahre später hatte es ebenfalls >inländische Tsunamis< gegeben, z.B. in Pakistan oder Australien.). Derartige Naturkatastrophen sind zumeist schlimm genug; oftmals wird das Leid auch verschlimmert infolge irrationaler Aktionen, z.B. durch massive, unnachhaltige Waldabholzung im Vorfeld einer solchen Naturkatastrophe und aufgrund Profitgier von Regierungen und/oder Konzernen (oder bestimmter internationaler Institutionen) und wegen Anpassung an marktwirtschaftlichen Zwängen. Ist bei großen Naturkatastrophen aber mit spektakulären Fernsehbildern und Spendenaktionen durch (- mehr oder weniger ehrlichen -) >Hilfs<-Organisationen zu rechnen (, wobei nicht immer garantiert ist, daß die Hilfsaktionen tatsächlich die Hilfsbedürftigen erreichen), so ist eine entsprechende mediale Aufmerksamkeit bei (– insbesondere von elitären Gruppierungen / Vereinigungen duchgeplanten und gewollten–) Staudammprojekten und eine Anteilnahme am Leid mit den Bevölkerungsgruppen, die durch Staudammprojekte negativ betroffenen sind, i.d.R. nicht zu erwarten. Betroffene Menschen bekommen manchmal vielleicht finanzielle >Entschädigung< oder ein >Ersatz-Grundstück<. Allerdings ist das eine oder das andere oftmals unzureichend (, Acker-Grundstücke oftmals unfruchtbar, also ungeeignet zur Selbstversorgung,) und den Bedürfnissen der Volksgruppen, insbesondere den Bedürfnissen der indigenen Völker nicht angemessen. Staudamm-Projekte (in Indien, Brasilien, Türkei oder anderswo) (, die ggf. auch mit Entwicklungshilfe-Gelder finanziert werden und dennoch häufig technisch nicht so effizient wirken wie sie beworben werden,) sind schließlich auch interessante, prestigeträchtige Investitionsobjekte für große Konzerne (, z.B. Baufirmen oder Banken, u.a. auch aus Deutschland) und werden oftmals auch als >Strukturanpassungs-Maßnahmen< betrachtet, welche oftmals von IWF, Weltbank und WTO den Entwicklungsländern aufdiktiert werden. IWF, Weltbank und WTO sind wiederum Institutionen, die mehrheitlich dominiert werden von Wirtschaftsgroßmächte, z.B. USA und EU-Großmächte. (vgl. auch u.a. Beiträge von Arundhati Roy oder Medha Paktar, v.a. betreffend Indien.)
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