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20.07.2012, 11:07 Uhr

Rebellen greifen neue Grenzen an

Damaskus/Istanbul (dpa) - Die syrische Armee löst sich immer weiter auf. Doch etliche Einheiten kämpfen noch und versuchen, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Aktivisten berichten, nachdem die Rebellen in der Nacht den Übergang Bab al-Hawa an der Grenze zur Türkei überrannt hatten, sei es dort zu heftigen Gefechten mit den Regierungstruppen gekommen. Diese versuchten auch im Umland von Aleppo, die Revolutionäre zurückzudrängen. Der Irak schickte derweil Truppen an den von Rebellen besetzten Grenzübergang bei Al-Bukamal. Das meldete die Nachrichtenagentur Sumeria News.

Schätzungen von Regimegegnern, wonach sich inzwischen ein Drittel der Soldaten desertiert sein soll, ließen sich von unabhängiger Seite nicht bestätigen.

Unterdessen häufen sich die Meldungen über hohe Opferzahlen im syrischen Bürgerkrieg: Binnen eines einzigen Tages sollen in Syrien 280 Menschen ums Leben gekommen sein, meldete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter. Unter den Toten seien 179 Zivilisten und mindestens 98 Soldaten. Am Morgen zählte die Organisation, die ihren Sitz in London hat, elf Tote, darunter drei bewaffnete Regimegegner.

Nach Angaben von Aktivisten gehen die Kämpfe in Damaskus weiter. In der Stadt seien am Morgen mehrere Explosionen zu hören gewesen, hieß es. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben war nicht möglich.

Alle News vom: 20. Juli 2012 Zur Übersicht: Nachrichten

25 Meinungen zu "Syrische Armee vor Auflösung?"

  • nihilist1
    Sonntag, 22.07.2012, 11:39 Uhr
    Der "Nahe Osten" ist und bleibt ein Pulverfass. Die innen- und außenpolitischen sowie religiösen Gegensätze in den arabischen Ländern provozieren permanent Konflikte. Und der Westen mischt von jeher hemmungslos mit (siehe LITTLE BUSH im Irak). Was sich in Syrien derzeit ereignet, es ist grauenvoll. Doch ich frage mich, was geschieht nach Assad? Die Kontrahenten, Gotteskrieger und Söldner sitzen bereits in ihren Startlöchern...
  • blackbubu
    Sonntag, 22.07.2012, 08:36 Uhr
    Es geht uns nichts an,wer oder was nach Asad dort unten regiert. Zu lange haben wir dem Treiben in den islamischen Ländern zugeschaut und nichts getan um die islamische Flut einzudämmen.Ich habe Verständnis für die,die nach der islamischen Sharia leben und handeln.Auch bei uns.Wir haben es ja gewollt.Nur wenn ein Moslem mich töten wollte,(weil es ja seine Lebensaufgabe nach der Sharia ist ,alle Ungläubigen zu vernichten)dann bin ich aber schneller,und würde in aber ohne mit der Wimper zu zucken zuerst töten.Nochmal! Sharia akzeptiert! Aber verdammt nochmal nicht in meinem Land!!
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