CIA-Chef Petraeus tritt zurück
Washington (dpa/ncs) - Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, David Petraeus, hat nach Angaben des Senders MSNBC seinen Rücktritt eingereicht. Als Grund habe er eine außereheliche Affäre angegeben.
Wie inzwischen mehrere TV-Sender in den USA berichtet, habe Petraeus in einer Mitteilung offenbart, dass er nach 37 Jahren Ehe eine Affäre eingegangen sei. Diese soll allerdings ein großer Fehler gewesen sein, der wiederum nicht mit einer Führungsposition wie seiner vereinbar sei.
James Clapper, der Nationale Geheimdienstdirektor von US-Präsident Barack Obama, hat den Rücktritt inzwischen bestätigt. US-Präsident Barack Obama soll das Rücktrittsgesuch des 60-Jährigen am Donnerstag bereits erhalten und am Freitag angenommen haben. Experten werteten das Ausscheiden von Petraeus so kurz nach Obamas Wiederwahl als einen schweren Schlag für den Präsidenten. Petraeus war auch als Kandidat für ein Ministeramt in der neuen Regierung gehandelt worden.
Wie "Spiegel.de" berichtet, wurde Petraeus von Obama in einer schriftlichen Erklärung für seine "jahrzehntelangen, außergewöhnlichen Dienste für die Vereinigten Staaten" beglückwünscht. Petraeus sei "einer der herausragenden Generäle seiner Generation", hieß es am Freitag in einer schriftlichen Erklärung des Präsidenten. Obama wünsche dem Ehepaar Petraeus "in dieser schwierigen Zeit" alle Gute und sei in "Gedanken und Gebeten" bei Petraeus und seiner Ehefrau Holly.
David Petraeus war bis 2011 General in der US Army, bis er Leon Panetta als Chef des CIA nachfolgte. Zuvor war er Oberkommandierender der internationalen Truppen in Afghanistan. Hierfür wurde er von Obama ausdrücklich gelobt: Petraeus habe den US-Streitkräften geholfen, sich neuen Herausforderungen anzupassen, die Männer und Frauen in Uniform durch die Kriege im Irak und in Afghanistan geführt und dazu beigetragen, beide Einsätze "auf den Weg zu einem verantwortungsvollen Ende" zu führen.
222 Meinungen zu "CIA-Chef Petraeus tritt zurück"
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TopQuerdenker
Sonntag, 25.11.2012, 12:15 Uhr So Kinder, da ihr ja schon vorab geschriebene Dinge für Unsinn gehalten habt, gab es nun genügend Gelegenheit in diversen Artikeln zu prüfen was dort los war. Und, ist immer noch jemand der Meinung, das es um den Fehltritt geht, für den er zurückgetreten ist? -
abfm68
Dienstag, 13.11.2012, 15:10 Uhr Wer wegen einer "außerehelichen Affaire" zurücktritt ist seines Amtes nicht wert und hält obendrein die Möglichkeit offen, aus so etwas völlig Normalem einen "Skandal" herbeizureden. Das endet, wenn mehrere hintereinander das Kreuz haben, zu sagen: "Ja, hatte ich, ich hatte Lust/wir hatten Lust/ich habe sie geliebt/liebe sie/wir lieben uns, und wir werden´s wieder tun. Warum auch nicht, ist doch unser Recht und kein Falsch und Böse dran!" -
Impartial999
Dienstag, 13.11.2012, 13:28 Uhr kultbruder (12.11.12, um 08:13 Uhr): "Da sieht man mal wieder, was Soldaten machen, wenn sie ihre Schlachten nicht mehr gewinnen." ---------- So sieht's aus: sie suchen sich ein neues "Schlachtfeld", und in dem Fall sogar eines, auf dem monatlich geblutet wird. :-) -
lbbwler
Montag, 12.11.2012, 10:04 Uhr @MaBiFo schrieb (S. 17) "@lbbwler Noch ein Verschwörungstheoretiker mehr - herzlich willkommen im Club!" Hört sich vielleicht so an, aber isses nicht! mache mir meine Gedanken, schreibe sioe hier rein. Aber dann ist es auch schon wieder "aus dem Kopf". Mir egal, was irgendwo auf der Welt passiert. -
Impartial999
Sonntag, 11.11.2012, 17:14 Uhr Ein CIA-Direktor tritt wegen einer außerehelichen Affäre zurück? Das ist totsicher ein vorgeschobener Grund, die Wahrheit werden wir vermutlich nie erfahren, oder nur durch Zufall. Bloß weil man mit einer Frau geschlafen hat, die nicht die mit einem verehelichte ist, muss man als Geheimdientchef nicht zurücktreten. Nicht einmal in den USA! -
Realist2012
Sonntag, 11.11.2012, 16:45 Uhr General Pitraeus hätte als künftiger Kandidat der Republikaner für Obama und seine seine Politik in den nächsten Jahren ein gewaltiges Problem bedeutet. So hat man ihn vorerst mit einer privaten Affäre kaltgestellt. So sind die Amerikaner. Ich denke aber, dass die Republikaner gut beraten sind, etwas Gras über die Sache wachsen zu lassen und dann mit General Pitraeus gegen Obamas verfehlte Politik anzugehen.
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