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21.12.2012, 19:45 Uhr

Mario Monti tritt zurück

Rom (dpa) - Ungewisse Zeiten in Rom: Ministerpräsident Mario Monti hat nach nur 13 Monaten im Amt am Freitagabend offiziell seinen Rücktritt bei Präsident Giorgio Napolitano eingereicht.

Am Abend gewann der parteilose Reformer im Parlament eine letzte Vertrauensabstimmung: Die Abgeordneten votierten mit großer Mehrheit für den Staatshaushalt 2013. Es gab 309 Ja- und 55 Nein-Stimmen sowie fünf Enthaltungen. Napolitano hatte bereits vor Montis Rücktritt Neuwahlen für den 24. Februar in Aussicht gestellt.

"Dies ist mein letzter Termin, dies sind meine letzten Worte, bevor ich offiziell beim Präsidenten meinen Rücktritt einreiche", hatte Monti zuvor bei einem Botschaftertreffen in Rom gesagt. Seine Amtszeit sei "schwierig, aber faszinierend" gewesen, ergänzte der 69 Jahre alte Wirtschaftsexperte. "Vor einem Jahr hat diese Regierung ihre Arbeit aufgenommen. Heute - und das ist nicht die Schuld der Maya-Prophezeiung - müssen wir unsere Rolle ablegen", sagte Monti wenige Stunden vor dem Rücktritt.

Monti hatte schon vor Wochen angekündigt, dass er nur noch das Budget 2013 durchbringen und dann abtreten wolle, weil er für seine Reformpolitik keine Unterstützung mehr im Parlament habe.

Über Montis Zukunft gibt es viele Spekulationen. Ob er erneut kandidieren wird, ist ungewiss. Für Sonntag kündigte er eine Pressekonferenz an. Der parteilose Ökonom könnte an der Spitze einer Koalition der Mitte ins Rennen gehen und somit gegen seinen Vorgänger Silvio Berlusconi sowie die Mitte-Links-Kräfte antreten, heißt es.

Fabrizio Cicchitto, ein prominenter Vertreter von Berlusconis Partei PdL (Volk der Freiheit), rief Monti auf, sich mit dem 76 Jahre alten Medienmogul zu verbünden. Zugleich kritisierte er Italiens Linke: Diese sei Deutschland hörig, wie sie einst der Sowjetunion hörig gewesen sei. "Deutschland kümmert sich über Europa in sehr effektiver Weise um seine Interessen", sagte Cicchitto.

Monti hatte seinen Rücktritt bereits vor zwei Wochen angekündigt, weil er keinen Rückhalt mehr im Parlament hatte. Die Partei des rechtspopulistischen Berlusconi hatte dem Wirtschaftsprofessor die Unterstützung entzogen. Der 76-Jährige hatte in der vergangenen Woche erklärt, er könne als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten zugunsten von Monti verzichten, wenn dieser an der Spitze eines Bündnisses aller Mitte-Rechts-Kräfte antrete.

Alle News vom: 21. Dezember 2012 Zur Übersicht: Nachrichten

100 Meinungen zu "Mario Monti tritt zurück"

  • Berufsbetroffene
    Sonntag, 23.12.2012, 15:44 Uhr
    Da das Wahrheitsministerium den Thread gerade sofort gelöscht hat, poste ich es hier. Schämt ihr euch nicht, die Wahrheit zu unterdrücken? Islamisten zerstören wieder Mausoleen in Timbuktu Die im Norden von Mali herrschenden Islamisten haben begonnen, in Timbuktu die noch verbliebenen Mausoleen islamischer Heiliger zu zerstören. „In Timbuktu wird kein einziges Mausoleum mehr bleiben, Allah mag das nicht“, sagte Abu Dardar, ein Anführer der militanten Islamistengruppe Ansar Dine, heute der Nachrichtenagentur AFP. Versteckte Mausoleen würden aufgespürt und zerstört. Mohammed Alful, ein Vertreter der Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI), die mit Ansar Dine im Norden Malis herrscht, verteidigte das Vorgehen damit, dass der Mensch nur Allah anbeten und keine Heiligen verehren dürfe. Bereits im Juli und im Oktober hatten die Islamisten zahlreiche Mausoleen zerstört. Mit Hacken auf Grabstätten losgegangen Einwohner der Stadt, die von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft wurde, bestätigten die Angaben. Die Islamisten gingen mit Hacken auf die Grabstätten los, sagte ein Augenzeuge. Ein anderer Bewohner berichtete, hinter einem Haus in der Nähe der großen Moschee von Timbuktu hätten Männer ein Mausoleum zerstört und dabei „Allah ist groß“ gerufen. Die Mausoleen von Timbuktu, die auch „Stadt der 333 Heiligen“ genannt wird, wurden nicht nur auf Friedhöfen und in Moscheen, sondern auch in kleinen Gassen und Privathäusern errichtet. Die Zerstörungsaktionen dürften eine Reaktion auf den Beschluss des UNO-Sicherheitsrats sein, der am Donnerstag einem Militäreinsatz in dem westafrikanischen Land einstimmig zugestimmt hatte. In den kommenden Monaten ist aber kein Vorgehen gegen die islamistischen Rebellen im Norden Malis zu erwarten, denn die beschlossene Resolution stellt mehrere Hürden für eine endgültige Zustimmung auf. Mit dem Beginn des Kampfeinsatzes ist laut Diplomaten nicht vor September 2013 zu rechnen. http://orf.at/stories/2157945/
  • Wahlviech
    Sonntag, 23.12.2012, 15:11 Uhr
    Montis "Rücktritt" ist Theaterdonner, denn schon jetzt schließt er eine Rückkehr ins Amt (wenn man ihn fragen sollte) nicht aus. Italienischer Nationalzirkus diesmal ohne Bunga Bunga. Sonst nichts.
  • DrIng
    Samstag, 22.12.2012, 17:27 Uhr
    Was kommt dann? Der Lusttoni äh nä Berlusconi wird hoffentlich nicht noch einmal gewählt. Oder sind die Italiener genauso bekloppt wie die Deutschen mit der Terrorwachtel im Hosenanzug?
  • schieber1
    Samstag, 22.12.2012, 14:20 Uhr
    @ladybird0815 Ich erinnere nur an den Herrn Gauck, was war das für ein Geschrei als er nominiert wurde, und dann...............????????? Daran kann man erkennen, daß man mit jeder Vergangenheit Politiker werden kann. Das Volk vergisst schnell.
  • Robocop55
    Samstag, 22.12.2012, 12:43 Uhr
    Der angebliche Retter Italiens, Mario Monti, war lange Zeit ein führender Mitarbeiter der US Bank Goldman Sachs, jener Bank, die mit betrügerischen Machenschaften und riesigem Profit Griechenland den Eintritt in die EURO-Zone ermöglicht hat, die Auslöser der Banken- und Finanz-Krise 2008 war und einer der Hauptprofiteure der EURO-Krise ist. Dia Italiener sollten froh sein, dass sie diesen US-Vasall los sind.
  • Posthauptschaffner
    Samstag, 22.12.2012, 12:25 Uhr
    Desto schlechter Berlusconi von der Systermpresse geschrieben wird, umso sympathischer wird er mir.
  • bella11111
    Samstag, 22.12.2012, 11:50 Uhr
    Voting Nachtrag S13 : Berlusconi ist in erster Linie Unternehmer und so handelt er auch in Allem! Er hat nur dann eine Sozialeseite, wenn es für Ihn finanzell sich lohnt in irgend einer Form! Jeder Unternehmer lebt nach der Gewinn- und Verlustschablone und so ist Handlung- und Denkweise des agilen Silvio abgestimmt! ----------------------------------------------------------------------------------- In erster Linie ist Berlusconi ein Vollpfosten , Selbstdarsteller, und Notgeiler Mensch ... der nicht mehr viele gute Sommer vor sich hat , Ob Deutschland Russland auch Italien( nochmal )hatten in der Geschichte viele von solchen Affen
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