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23.01.2013, 10:26 Uhr

EU-Parlamentspräsident weist Cameron-Kritik zurück

Berlin (dpa) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat Kritik des britischen Premierministers Cameron an der EU scharf zurückgewiesen. Die notwendigen Reformen, um die EU effektiver, demokratischer, transparenter und schlanker zu machen, seien unter anderem an Großbritannien gescheitert.

"Da sind diejenigen, die an den Verzögerungen in Europa maßgeblich Schuld sind, diejenigen, die mit dem Finger auf Europa zeigen", sagte der SPD-Europapolitiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. Er reagierte damit auf Vorab-Berichte zu Camerons Rede.

"David Cameron möchte die Europäische Union reduzieren auf einen ausschließlichen Binnenmarkt, aber er möchte zum Beispiel keine Kompetenzen für den Klimawandel", sagte er. Die Dinge, die im 21. Jahrhundert kein Staat alleine mehr bewältigen könne, wolle Cameron nicht. Damit über er keine konstruktive Kritik. Camerons Rede zur EU sei keine Rede an die Europäische Union, sondern an den konservativen Flügel seiner eigenen Partei.

Der britische Premier will die Briten über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen lassen.

Alle News vom: 23. Januar 2013 Zur Übersicht: Nachrichten

53 Meinungen zu "Schulz kritisiert Cameron"

  • Dommina
    Montag, 28.01.2013, 15:17 Uhr
    Wenn ich den sehe, dann ...
  • werner100
    Samstag, 26.01.2013, 14:52 Uhr
    Der Englische Premier Cameron macht es genau richtig, und führt eine Kritik der EU ein, die Leute wie Schulz mit faulen Kompromissen zudecken, nur um "Erfolge" vorweisen zu können. Wir sind mit diesen "Erfolgen der EU" verdammt unzufrieden Herr Schulz, und es wird höchste Eisenbahn, dass die eklatanten Mängel der EU deutlich verkündet werden. Cameron macht das sicher auch aus nationalem Eigennutz, aber der kann uns egal sein, solange seine Einwände sachlich zutreffen. Es gibt immer Gruppen, die aus der Misswirtschaft Profit ziehen, aber die haben keine Norm-bestimmenden Argumente , sind also nicht allgemein verbindlich.
  • Wahlviech
    Samstag, 26.01.2013, 12:04 Uhr
    Auf nunmehr 8 Seiten sehe ich nur einen Beitrag, der es auf den Punkt bringt: 0815x: Glaubt noch jemand, dass diese EU noch etwas mit der Union zu tun hat, die sich die Väter der EU vorgestellt haben? (sinngemäß) Genau hier ist der Hund begraben. Die Antwort ist ein KLARES NEIN.
  • Wahlviech
    Samstag, 26.01.2013, 12:00 Uhr
    Schulz erkennt den EU-Unwillen im Lande weit und breit und möchte einem evtl. Machtverlust gegensteuern. Bislang machte er einen eher vernünftigen Eindruck aber jetzt?
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