So macht Politik endlich Spaß
Alina Kabaeva (Russland) © imago/ITAR-TASS
Von Südamerika springen wir wieder zurück und landen in Russland bei Alina Kabaeva. Die 28 Jahre alte Russin sorgte vor allem in der Rhythmischen Sportgymnastik für Furore und gilt in dieser Disziplin als bis heute beste ihres Landes. Sie gewann zwei Olympiamedaillen, 18 Weltmeisterschaften und 25 Europameisterschaften.
Und was macht man nach der aktiven Sportler-Karriere? Na klar, man geht in die Politik! Seit der Gründung im Jahre 2005 sitzt die schöne Alina in der "Gesellschaftlichen Kammer Russlands". Diese soll vor allem die Interessen der Bürger wahren und den Demokratisierungsprozess in Russland unterstützen. Inhaltlich besonders hervorgetan hat sie sich hier zwar nicht, doch seit 2007 sitzt sie für die konservative Partei "Einiges Russland" im russischen Parlament, der Staatsduma.
Der Parteivorsitzende Wladimir Putin wird schon wissen, was sie dafür qualifiziert hat. "Man will ja auch was für das Auge haben", könnte man spöttisch meinen. Für Furore sorgten Schlagzeilen im Jahre 2008, als behauptet wurde, dass eine Heirat mit Putin kurz bevorstehe. Dies dementierte Putin allerdings postwendend auf einer Pressekonferenz, die er gerade mit Silvio Berlusconi (!) abhielt.
Die Zeitung "Moskovsky Korrespondent", die im selben Jahr als einzige in Russland berichtet hatte, dass Kabaeva und Putin ein gemeinsames Kind hätten, ist übrigens komplett eingestampft worden. Davor und danach wagte keine heimische Publikation mehr, das Kind von Kabaeva auch nur zu erwähnen. Zuletzt sorgte Kabaeva im Januar 2011 als Titelmädchen der russischen Vogue für erhitzte Gemüter in der Heimat.
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