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08.02.2012, 17:36 Uhr

Staatsanwaltschaft Hannover prüft Wulffs Sylt-Urlaub

Hannover (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den gemeinsamen Urlaub von Bundespräsident Christian Wulff mit dem Filmunternehmer David Groenewold im Herbst 2007 auf Sylt.

Die Behörde habe davon Mitte Januar aus den Medien erfahren, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der dpa in Hannover. Neu seien Informationen über angeblich in Sylt abgeholte Unterlagen.

Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte der Oberstaatsanwalt, man nehme die Berichterstattung über den Urlaub auf Sylt "mit großem Ernst zur Kenntnis".

Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Groenewold war zu der Zeit selbst im "Hotel Stadt Hamburg" abgestiegen.

Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte dazu der "Bild", Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe sie später bar zurückbezahlt.

Anwälte Groenewolds wiesen die Darstellung der "Bild"-Zeitung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen."

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"Bild" berichtete, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Hotelangestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. In Notizen des Hotel-Personals, die "Bild" abdruckt, heißt es: "Herr David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keine Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Herrn Wulff im HSH und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also Bild oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts."

Groenewold-Anwalt Moser verbreitete einen Brief des "Hotels Stadt Hamburg" an Groenewold. In diesem heißt es, Groenewold habe bei einem Anruf am 16. Januar um vertrauliche Behandlung seiner Unterlagen "insbesondere gegenüber Journalisten" ersucht. Er habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Aufenthalt "zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches".

Wulff hat Groenewold nach Angaben von Anwalt Moser die Hotel-Übernachtungskosten für die drei Nächte in bar erstattet. Darüber hinaus habe Wulff beim Auschecken aus dem Hotel die Nebenkosten der Übernachtung selbst beglichen, teilte Wulffs Anwalt Lehr mit.

Groenewolds Anwalt Moser sagte der dpa weiter, der Unternehmer sei vor rund drei Wochen nach Sylt gereist, "um sich Kopien aus den Rechnungsunterlagen anzufertigen". Er habe im Vorfeld das Hotel darum gebeten, gegenüber der Presse Diskretion zu wahren.

Es sei unstreitig, dass die Wulffs und Groenewold 2007 zusammen auf Sylt Urlaub gemacht hätten. Auch ein Wulff-Aufenthalt 2008 auf der Insel sei bekannt. "Das ist keine Neuigkeit. Das haben wir immer öffentlich so erklärt", sagte Moser.

Die drei Übernachtungen im Herbst 2007 im "Hotel Stadt Hamburg" auf Sylt seien über einen Reiseveranstalter von Groenewold gebucht worden. Die Bezahlung sei über Gutscheine erfolgt, sagte Moser. Wulff habe das Hotel gar nicht vor Ort direkt bezahlen können.

Groenewold hat nach "Bild"-Angaben für zwei Produktionsgesellschaften eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten. Nach früheren Berichten hat der Filmunternehmer auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade für eine Luxussuite im Fünf-Sterne-Hotel "Bayerischer Hof" für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff aber nichts gewusst, sagt Groenewolds Anwalt.

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3605 Meinungen zu "Wirbel um Sylt-Urlaub"

  • 132leorobi
    Dienstag, 06.03.2012, 11:05 Uhr
    vom urlauber zum opfer?
  • beautylounge
    Freitag, 17.02.2012, 09:49 Uhr
    ja,wir kleinen Bürger müssen uns korrekt in jeder Lebenslage verhalten sonst werden bestraft. ......Weg mit Wulff........er ist peinlich, was sollen wir lernen von ihm??? Wie man sich am Besten bereichern kann ,oder "Was".............
  • Fliegentot
    Donnerstag, 16.02.2012, 17:23 Uhr
    Ach was hatten und haben wir für Politiker. Alle halten sich für die Größten. Der eine hat schwarze Kassen, der nächste sagt, die Renten seien sicher, eine der keine Mauer bauen lässt, einer der sein Ehrenwort gibt, der Nächste springt aus dem Flugzeug, einer wandelt sich vom Agitator der FDJ zur Bundeskanzlerin, einer nimmt Geschenke im großen Stiel an und alle erheben mal kurz die Hand und schon haben sie ihr Einkommen wesentlich erhöht. Und das ist nur die Spitze dieser ehrenwerten Leute! Wollen wir das ändern? Fangen wir an der Spitze an, Wulff muss weg und zwar ohne weitere Versorgung, kann bis 67 Jahren arbeiten gehn !
  • Kokaburra
    Donnerstag, 16.02.2012, 09:21 Uhr
    Hoffnungslos
  • Bittburger
    Donnerstag, 16.02.2012, 08:57 Uhr
    dieser Schnorrer verhöhnt das deutsche Volk,und das hohe Amt eines BP in Deutschland! wenn er nicht bald verschwindet,geht er spätestens gemeinsam mit Merkel 2013!
  • oo7wiiebeiuns
    Mittwoch, 15.02.2012, 15:47 Uhr
    Wulff muss endlich gehen damit wieder Ruhe im Staat einkehrt und Frau Margot Käßmann muss kommen!!!!!!!!
  • millly2000
    Mittwoch, 15.02.2012, 15:15 Uhr
    Das ist das, worauf der Wullfi spekuliert. Nach einer gewissen Zeit wird alles im Sande verlaufen, jedoch nimmt ihn keiner mehr für voll, die Pattex Lügenchrissi. Wie peinlich, dass überhaupt der Staatsanwaltschafts Klüngel in Hannover ermittelt.
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