Union sieht Chance für Schwarz-Grün
"Bei unklaren Mehrheitsverhältnissen nach der Wahl 2013 wäre Katrin Göring-Eckardt sicher jemand, der sich Schwarz-Grün nicht verweigern würde", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Weiß, der "Rheinischen Post". Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring sagte der "Bild"-Zeitung: "Das neue Spitzen-Duo zeigt: Die Realos sind bei den Grünen präsenter geworden. Das macht Schwarz-Grün wahrscheinlicher. Die Union muss sich viele Optionen offen halten."
Weiß ließ allerdings Vorbehalte gegen den Parteilinken Trittin erkennen: "Wenn eine Mehrheit nur mit den Grünen möglich wäre, dann wäre eine Zusammenarbeit mit Katrin Göring-Eckardt für die Union eine realistischere Option als eine Zusammenarbeit mit Jürgen Trittin."
Union bei Koaltionsfrage uneins
Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagte der "Financial Times Deutschland", der Mitgliederentscheid zeige, dass die grüne Basis nicht länger damit einverstanden sei, die Partei bedingungslos an die SPD zu ketten. "Zwar wird die Grünen-Führung dafür sorgen, dass es auf dem Parteitag eine Koalitionsaussage für Rot-Grün gibt. Aber immer mehr Grüne halten diese Einseitigkeit für unklug."
Die Unionsführung will hingegen nichts von neuen Koalitionsüberlegungen wissen. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte: "Das ist eine Solokandidatur von Jürgen Trittin mit angehängtem Realo-Feigenblatt." CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte der "Frankfurter Rundschau" (Dienstag): "Rot-Grün kämpft untergehakt für ein linkes Steuererhöhungsprogramm." Schwarz-Grün verbiete sich von selbst.
SPD fordert klares Bekenntnis
Auch Trittin und Göring-Eckardt hatten am Sonntagabend in der ARD und im ZDF deutlich gemacht, dass sie keine Basis für eine Zusammenarbeit mit der Union sehen. Es gebe zu wenig inhaltliche Übereinstimmung, sagten beide.
Das dürfte den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel freuen. In der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag forderte er die Grünen dennoch noch einmal zu einem klaren Bekenntnis zu den Sozialdemokraten auf. "Wählerinnen und Wähler wollen Klarheit und kein doppeltes Spiel. Bei der SPD ist das klar: Wir wollen 2013 eine Regierungsbildung von SPD und Grünen und keine Koalition mit der CDU/CSU. Jetzt sind die Grünen am Zug."
71 Meinungen zu "Union wirbt um Grüne"
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132leorobi
Montag, 26.11.2012, 16:52 Uhr schwimmen der cdu die felle davon??? -
wp52
Samstag, 17.11.2012, 09:03 Uhr Damit hätte sich meine Vorstellung mit der CDU das geringfügig kleinere Übel zu wählen auch erledigt. Dann hätten wir "endlich" einen reinen linken Sumpf!!! Also wähle ich die Partei der Nichtwähler...dann müssen sich mal alle Pateien fragen was los ist. -
132leorobi
Freitag, 16.11.2012, 09:13 Uhr würde der schwarze filz in unruhe kommen??? -
132leorobi
Freitag, 16.11.2012, 09:07 Uhr sschwarz gürn?? was würde dann die schwaze mit der rüstungsexport machen???? -
netzpublizist
Freitag, 16.11.2012, 07:24 Uhr Merkt ihr es? Sie reißen sich um die Stühle. Das Wohl des Volkes ist ihnen egal. Die Hauptsache ihr Hintern ist für dien nächste Zeit gut gepolstert. Leute wacht auf. Wählt die kleinen Parteien. Schickt diese Verbrecher auf die Ersatzbank. -
maailmanmestari
Donnerstag, 15.11.2012, 15:27 Uhr @buchi S.1 "... aber wer braucht die grünen? ..." ____________ Antwort: Voraussichtlich die Union! Damit Merkel weiter regieren kann, hat sie doch schon alles vorbereitet und die echten inhaltlichen Hindernisse beseitigt!
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