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16.01.2013, 12:14 Uhr

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland


Brandenburg

  • Name: Matthias Platzeck (SPD)
  • Geburtstag: 29. Dezember 1953 in Potsdam
  • Familienstand: geschieden, seit 2007 mit Verwaltungsfachwirtin Jeanette Jesorka verheiratet, drei Töchter
  • Ministerpräsident seit: 26. Juni 2002

Auch unrasiert kann ein Politiker Erfolg haben. Selbst als Quereinsteiger. Matthias Platzeck ist beides. Im Jahr 1989 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Liga, die in den Monaten des Umbruchs in der DDR mit am Zentralen Runden Tisch der DDR saß. Für die Grüne Partei der DDR war er im Jahr 1990 für wenige Wochen Minister in der "Regierung der nationalen Verantwortung" unter Hans Modrow. Im selben Jahr wurde Platzeck für das "Bündnis 90" in den Landtag Brandenburg gewählt.

Erst 1995 trat Platzeck in die SPD ein und wurde im Juli 2000 Landesvorsitzender der SPD in Brandenburg. Nach dem Rücktritt Manfred Stolpes übernahm Platzeck im Jahr 2002 den Ministerpräsidentenposten in Brandenburg, nachdem er zuvor für vier Jahre als Oberbürgermeister die Geschicke Potsdams gelenkt hatte.

2005 – nach dem Sturz von Franz Müntefering – wurde er mit 99,4 Prozent der Stimmen zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Nach zwei Hörstürzen und einem Nervenzusammenbruch trat Platzeck aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des SPD-Bundesvorsitzenden zurück. Ihm folgte Kurt Beck, ebenfalls unrasiert.

2009 stellte sich Platzeck der Wiederwahl in Brandenburg und wurde ganz im Gegentrend zur Bundes-SPD erfolgreich im Amt des Ministerpräsidenten bestätigt. Er entschied sich bei der Regierungsbildung für die Linkspartei und steht jetzt einer rot-roten Koalition vor.

Beim BER-Großbauprojekt soll er Klaus Wowereit (SPD) ablösen, der als Aufsichtsratsvorsitzender gescheitert ist. Der Widerstand aus der Opposition wie auch aus der eigenen Partei gegen Platzeck wuchs, weil er als Stellvertreter Wowereits bereits im BER-Kontrollgremium saß und das Flughafen-Debakel nicht hatte verhindern können. Am 14. Januar 2013 scheiterte ein Misstrauensantrag gegen ihn im brandenburgischen Parlament, so dass er im Amt blieb.

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