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12.01.2013, 17:19 Uhr

Obama verbietet Bau eines Todessterns

(cai) - Enttäuschung für alle Star-Wars-Fans: Die USA werden keinen Todesstern bauen. Eine entsprechende Online-Petition lehnte das Weiße Haus ab, weil die US-Regierung "keine Unterstützung für die Zerstörung von Planeten" leiste. Doch das war auch gar nicht das Ansinnen des Antragstellers.

Mitte November hatte ein gewisser John D. auf der Webseite "We the people" eine Online-Petition eingereicht, in der er den Bau eines Todessterns fordert. Auf Petitionen, die innerhalb eines Monats mehr als 25.000 Unterstützer finden, muss die US-Regierung reagieren und sie an die entsprechende Abteilung weiterleiten. Am Ende der Frist hatten 34.435 Personen die "Todesstern"-Petition unterzeichnet.

Die Forderung der Befürworter lautet: "Indem wir unsere Verteidigungsressourcen auf eine überlegene Weltraum-Plattform und ein Waffensystem wie den Todesstern konzentrieren, kann die Regierung Stellen in den Bereichen Bau, Ingenieurswesen und Erforschung des Weltalls schaffen und zudem unsere nationalen Abwehrkräfte verstärken."

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Doch die US-Regierung hat vorerst anderes im Sinn: Die Ziele, neue Arbeitsplätze zu schaffen und für eine leistungsstarke nationale Verteidigung zu sorgen, unterstütze die US-Regierung zwar. "Ein Todesstern ist jedoch nicht in Sicht", erklärte Paul Shawcross, der im US-Präsidialamt für das Wissenschafts- und Raumfahrt-Budget verantwortlich ist, in der offiziellen Antwort auf die Petition.

Bau des Todesstern einfach zu teuer

In den legendären Star-Wars-Filmen bauen die Bösewichte um Darth Vader und das Imperium eine als "Todesstern" benannte riesige Raumstationen, die ganze Planeten zerstören kann. Die USA wollen aber anscheinend nichts mit der dunklen Seite der Macht zu tun haben: "Die Regierung leistet keine Unterstützung für die Zerstörung von Planeten", erklärte Shawcross, der sich mit seinen weiteren Ausführungen als Star-Wars-Kenner outet: "Warum sollten wir unzählige Dollars aus Steuereinnahmen für einen Todesstern ausgeben, dessen fundamentale Schwachstelle von einem Ein-Mann-Raumflieger ausgenutzt werden kann?", fragt er mit Anspielung auf das Finale des Films "Star Wars - Episode IV - A New Hope".

Zudem seien die anzunehmenden Kosten für den Bau eines Todessterns viel zu hoch. "Wir arbeiten hart daran, das Defizit zu reduzieren, und nicht daran, es auszuweiten", sagte Shawcross weiter. Anfang des vergangenen Jahres hatten Studenten der Lehigh University in Pennsylavania ausgerechnet, wie teuer der Nachbau wohl wäre und kamen auf 852 Billiarden Dollar. Das entspricht etwa dem 13-fachen Wert des weltweiten Bruttoinlandprodukts.

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In diesen Preis sind aber lediglich die Rohstoffkosten für den notwendigen Stahl eingerechnet. Bei einem Durchmesser von 140 Kilometern würden 1,08 Billiarden Tonnen benötigt. Allein die Produktion dieser Menge Metall würde bei der aktuellen, jährlichen Stahlproduktion von 1,3 Milliarden Tonnen über 800.000 Jahre dauern.

"Die Macht wird mit uns sein"

Die Fertigstellung des Todessterns würde damit ohnehin keiner der Unterstützer der Online-Petition erleben. Zum Trost für die nun dennoch enttäuschten Star-Wars-Fans verweist Shawcross dann noch auf eine andere, längst Realität gewordene Errungenschaft der Nasa, die mit einem Blick in den nächtlichen Himmel auch zu sehen sei: die ISS.

"Das ist kein Mond, sondern eine Raumstation! Ja, wir haben bereits eine riesige internationale Raumstation so groß wie ein Fußballfeld in der Umlaufbahn der Erde, die uns hilft zu lernen, wie Menschen über einen langen Zeitraum im All leben und gedeihen können", heißt es in der Antwort auf die Petition.

Zu guter Letzt ruft der Mitarbeiter Obamas alle Unterzeichner dazu auf, sich in der Wissenschaft selbst zu engagieren: Dann werde "die Macht mit uns sein".

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