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Chronologie: Kindstötungen in Deutschland

(fa/cfl/kle) - Immer wieder sorgen Tötungen von Babys und Kindern in Deutschland für Entsetzen. Jeden zweiten Tag wird in Deutschland ein Kind umgebracht. Eine Chronologie der Fälle:

Juni 2011: In der thüringischen Kleinstadt Zella-Mehlis wird die siebenjährige Mary-Jane tot aufgefunden. Im Dezember gesteht ein Bekannter der Familie, Tino L., Mary-Jane missbraucht und getötet zu haben. Der 38-jährige Familienvater wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Zugleich stellt das Gericht die besondere Schwere seiner Schuld fest.

Juni 2011: Eine 41-jährige Mutter tötet ihre beiden Töchter im Schlaf. Bei der Vernehmung sagt sie aus, "innere Stimmen" hätten ihr befohlen, die Kinder umzubringen. Sie hat die Mädchen zunächst gewürgt und dann mehrfach auf sie eingestochen. Der anschließende Versuch der Selbsttötung scheitert.

April 2011: In Berlin tötet ein 34-jähriger Vater seinen zwölfjährigen Sohn und versteckt die Leiche im Keller des von ihm bewohnten Mietshauses.

März 2011: Im bayrischen Krailling findet eine Mutter ihre beiden Töchter tot auf. Während sie in der Nacht in einer Gaststätte arbeitet ist das Haus, in dem die beiden Mädchen schlafen, unverschlossen.

März 2011: In Nordrhein-Westfalen tötet ein Vater seinen Sohn mit einer Kettensäge und anschließend sich selbst. Die Mutter soll bereits Wochen vor der Tat mit dem Jugendamt in Kontakt gestanden haben.

November 2010: Im niedersächsischen Bodenfelde werden die Leichen von zwei Teenagern gefunden. Kurz darauf wird der 26 Jahre alte Jan O. gefasst. Er gesteht, die beiden Jugendlichen getötet zu haben. Zudem räumt er ein, an den Opfern kannibalistische und vampiristische Handlungen durchgeführt zu haben. Er wird im Juni 2011 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

September 2010: Mirco aus Grefrath verschwindet. Weil er Stress im Job hatte, wie er sagt, tötet Olaf H. den Jungen. H. hat selbst drei Kinder.

September 2010: Ein Mann aus Baden-Württemberg macht eine grausame Entdeckung: Im Bad entdeckt er die Leichen seiner Frau und der gemeinsamen Kinder. Die 44-Jährige hatte sich und die Kinder getötet.

September 2010: Auf einem Radwanderweg in Hessen bringt ein 52-jähriger Mann sein Auto zum stehen, tötet seine vierjährige Tochter, verletzt seinen einjährigen Sohn schwer und tötet dann sich selbst.

August 2010: Ein 27-jähriger Mann schlägt mit Fäusten und einem Gürtel immer wieder auf seinen Ziehsohn Julian ein. Auf den Kopf, das Gesäß und immer wieder in die Genitalien. Der arbeitslose Maurer urinierte zudem auf den nackten Körper des Kindes. Julian stirbt an seinen schweren Verletzungen. Der Mann wird im Dezember 2010 zu lebenslanger Haft verurteilt.

August 2010: Im niedersächsischen Delligsen findet die Polizei die Leiche eines Jungen. Der Vater gesteht, das Kind getötet zu haben.

Juli 2010: In Bad Honnef stirbt eine Neunjährige einen grausamen Tod. Die Pflegeeltern des Mädchens sollen es immer wieder mit Klebeband gefesselt und so misshandelt haben. Der Pflegevater gesteht, das Kind in der Badewanne untergetaucht zu haben. Anna ertrinkt.

Juli 2010: Im sächsischen Plauen misshandelt ein Mann das Kind seiner Lebensgefährtin so schwer, dass es an den Verletzungen stirbt.

Juni 2010: Bei einer Familientragödie in Oranienburg tötet eine 32-jährige Polizeibeamtin ihre beiden Kinder und dann sich selbst.

Juni 2010: In Himmelstadt bei Würzburg findet die Polizei die Leiche einer jungen Frau. Ihr Mann hat sie erschossen. Anschließend tötet er die gemeinsamen Söhne und sich selbst.

Mai 2010: Im bayrischen Weiden wird die Leiche eines acht Monate alten Babys gefunden. Die Mutter steht unter Mordverdacht und wird später zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Mai 2010: In Wolgast wird ein Kind grausam misshandelt und stirbt kurz darauf an seinen schweren Verletzungen.

April 2010: Bei einem Familiendrama in Berlin sind drei Tote zu beklagen: Ein Mann erschießt erst Frau und Kind, dann sich selbst. Medienberichten zufolge sollen in einer Kühltruhe in der Wohnung Leichenteile gefunden worden sein.

April 2010: In Freising bei München erschießt ein Mann erst seinen fünfjährigen Sohn und dann sich selbst. Die Mutter des Kindes überlebte mit schweren Verletzungen, ein zweijähriger Junge blieb unverletzt.

März 2010: In Bayern stirbt eine Zweijährige an Unterernährung und Flüssigkeitsmangel. Die Mutter soll den Tod durch Unterlassen hingenommen haben. Nachbarn sollen vorher vergeblich versucht haben, Hilfe vom Jugendamt zu bekommen. Das Amt räumte später Versäumnisse ein. Die Angelegenheit sei "möglicherweise aus den Augen verloren" worden sein.

August 2009: Ein dreijähriges Mädchen verhungert im fränkischen Thalmässing. Ein von den Eltern gerufener Notarzt hatte das Kind wegen gesundheitsbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus einweisen lassen. Dort starb die Dreijährige zwei Tage später an den Folgen von Unterernährung. Gegen die 26-jährige Mutter und den drei Jahre älteren Vater erteilte die Polizei daraufhin Haftbefehl. Den vierjährigen Bruder brachten die Behörden bei den Großeltern unter.

Juli 2009: Ende Juli war die neunjährige Corinna aus der sächsischen Kleinstadt Eilenburg verschwunden. Wenige Tage später tauchte die Leiche des Mädchens in einem Müllsack im Mühlgraben, einem Seitenfluss der Mulde, auf. Nach Großfahndung und einer Fernsehaktion konnte die Polizei Anfang August den mutmaßlichen Täter verhaften.

März 2009: In Berlin wird in einem Altkleider-Container eine Babyleiche entdeckt. Der kleine Junge hat nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft mindestens ein paar Stunden gelebt. Die genaue Todesursache konnte nach Angaben eines Sprechers auch durch die Obduktion nicht geklärt werden. Der Säugling mitteleuropäischer Abstammung sei voll entwickelt gewesen sowie lebend und gesund zur Welt gekommen. Den grausigen Fund hatte ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes am Montagmorgen beim Leeren des Containers gemacht.

März 2009: In der Nähe von Engen (Baden-Württemberg) wird die Leiche eines Neugeborenen gefunden. Das in eine Plastiktüte gewickelte kleine Mädchen war in der Nähe einer Grillhütte entdeckt worden. Junge Leute hatten dort in der Nacht ein Fest gefeiert und das Kind bei Aufräumarbeiten am Morgen gefunden. Es war offenbar "gerade erst geboren", sagte ein Polizeisprecher. Von der Mutter gebe es keine Spur.

Januar 2009: Mitten in Paderborn stirbt die kleine Kardelen. Der Täter vergewaltigt sein achtjähriges Opfer zuerst, bevor er es erstickt. Eine Visitenkarte von einem türkischen Juwelier führt die Ermittler auf die Spur. Offenbar hatte sich der 29-Jährige Nachbar des Kindes an dem Mädchen vergangen und war dann in die Türkei geflüchtet. Der Schwiegervater des mutmaßlichen Vergewaltigers reiste ihm nach und zwang seinen Verwandten dazu, sich der Polizei zu stellen

Dezember 2008: In Köln (Nordrhein-Westfalen) entdecken Mitarbeiter einer Entsorgungsfirma in einem Müllsack die Leiche eines toten männlichen Säuglings. Die Staatsanwaltschaft hat eine eine Obduktion angeordnet. Eine Mordkommission wurde eingerichtet und ermittelt den Fall.

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