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Chronologie: Kindstötungen in Deutschland

März 2005: In Hamburg erstickt die siebenjährige Jessica qualvoll an ihrem Erbrochenem. Das unterernährte Mädchen wurde von seinen Eltern in einen dunklen, ungeheizten Raum eingesperrt. Dort hatte es aus Hunger die Tapete von den Wänden gekratzt und Teppichflusen gegessen. Das sieben Jahre alte Mädchen wog bei seinem Tod 9,5 Kilogramm. Gesunde Mädchen wiegen in diesem Alter zwischen 20 und 30 Kilogramm.

Januar 2005: In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) werden bei der Zwangsräumung einer Wohnung die sterblichen Überreste der dreijährigen Pervin entdeckt. Das Mädchen war bereits im Oktober 2002 verhungert. Die Mutter gesteht, ihre Tochter nach deren Tod zerstückelt und zwei Jahre lang auf dem Balkon gelagert zu haben.

Oktober 2004: Ein 42 Jahre alter Mann erstickt in Plötzkau (Sachsen-Anhalt) zwei fünf Monate alte Zwillinge mit seiner flachen Hand. Nach den Angaben eines gerichtlichen Gutachters hatte der geistig zurückgebliebene Untermieter der Mutter sich über das Geschrei der Kinder geärgert, wollte sie aber nicht töten.

Juni 2004: In Cottbus (Brandenburg) entdecken Ermittler die Leiche des sechsjährigen Dennis in einer Tiefkühltruhe. Zweieinhalb Jahre lang hielt die Mutter die Leiche des Jungen in der Kühltruhe versteckt. Die Frau und ihr Ehemann haben noch zehn weitere Kinder. Im Jahr 2006 wurden die Eltern von Dennis wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Eltern legten Einspruch gegen das Urteil ein. Im September 2007 wandelte der Bundesgerichtshof das Urteil von Mord in Totschlag um: Die Mutter von Dennis muss für 13 Jahre ins Gefängnis, der Vater muss elf Jahre absitzen.

Februar 2004: In Hanerau-Hademarschen (Schleswig-Holstein) verhungert ein elf Monate alter Säugling. Die Eltern sagten, sie seien mit ihren zwei Kindern überfordert gewesen. Gemeinsam mit den Großeltern lebten die beiden in einem Haus. Die Großeltern haben von dem lebensbedrohlichen Zustand ihres Enkelkindes nichts mitbekommen. Die Eltern erhalten mehrjährige Haftstrafen.

Dezember 2000: Nahe Erfurt (Thüringen) wird ein neugeborener Junge tot gefunden. Anhand eines Gentests überführt die Polizei eine Mutter von fünf Kindern. Die Frau gibt zu, das Kind sowie einen weiteren Sohn und eine Tochter nach der Geburt ertränkt, erstickt bzw. erwürgt zu haben.

Juni 1999: In Mühltroff (Sachsen) werden die Leichen von drei Babys in der Kühltruhe ihrer Eltern gefunden. Die Mutter hatte die zwei Jungen und ein Mädchen 1993, 1995 und 1999 erstickt, in Plastikbeutel gelegt und eingefroren.

1992 - 1996: Eine 27-Jährige aus Ratekau bei Lübeck (Schleswig-Holstein) tötet zwei ihrer Töchter im Säuglingsalter sowie ihren dreijährigen Sohn. Sie presst den Babys die Bettdecke so lange auf Gesicht und Brust, bis sie kein Lebenszeichen mehr von sich geben.

1984 - 1988: Ein Ehepaar aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) erstickt fünf seiner neugeborenen Kinder und verbrennt die Leichen im Ofen einer Heizungsanlage.

1966 - 1972: In den Jahren 1966, 1969 und 1972 bringt eine Mutter ihre drei neugeborenen Kinder auf grauenvolle Weise um: Sie ertränkt sie in einer Jauchegrube.

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