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22.10.2013, 17:22 Uhr

Amokläufer handeln nicht im Affekt

Der Begriff Amok stammt ursprünglich aus dem Malaiischen und bedeutet Wut oder wütend.

Die Einwohner des Malaiischen Archipels in Südostasien beschrieben damit das Phänomen eines plötzlichen aggressiven Gewaltausbruchs, der mit anscheinend unbegründeten Angriffen auf Menschen einherging, die dem Amokläufer (malaiisch: pengamok) zufällig begegnen. Der Begriff wurde später auch in der westlichen Gesellschaft übernommen.

Amokläufer inszenieren Experten zufolge ihre Gewalttat regelrecht und nehmen dabei den eigenen Tod in Kauf. Die Täter, zumeist Männer, handeln nicht im Affekt. Die Tat ist vielmehr der Abschluss einer oft jahrelangen Fehlentwicklung und unbewältigter psychischer Konflikte. Amokläufer haben meist eine aggressionsgehemmte Persönlichkeit und sind konfliktunfähig, keinesfalls aber geistesgestört. Typisch ist eine allmähliche Entwicklung gewalttätiger Gedanken und Fantasien.

Die Aggressionen stauen sich über längere Zeit auf. Ereignisse wie Arbeitslosigkeit oder eine unglückliche Liebe sind demnach nicht die Ursache für einen Amoklauf, sondern nur der Auslöser. Den Tätern fehlt häufig eine familiäre und damit auch emotionale Unterstützung. Ihre sozialen Fähigkeiten und die Fähigkeit, Ärger und Stress zu verarbeiten, sind nur gering entwickelt. Negative Ereignisse empfinden sie schnell als persönliche Kränkungen. Häufig treten sie im Alltag scheinbar angepasst und zurückhaltend auf. Während des Amoklaufs sind die Täter laut Psychologen in einem «Zustand der inneren Leere», die Steuerung der Impulse ist ausgeschaltet. Häufig endet der Amoklauf mit dem Selbstmord des Täters.

© AFP

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