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11.12.2012, 10:15 Uhr

Weiße Weihnachten: Wo kommt Schnee?

(jfi) - Die Nacht brachte in der Mitte und im Süden Deutschlands immer wieder leichte bis mäßige Schneefälle. Die Temperaturen rutschten fast überall wieder in den frostigen Bereich, auf den Straßen war es heute morgen wieder oft spiegelglatt. Das wird bis einschließlich Freitag auch so weitergehen. Und bis Weihnachten stehen uns noch mehrere Wetterwechsel ins Haus.

In der kommenden Nacht ziehen aus Nordwesten die nächsten Schneefälle auf, die dann morgen auch Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen erreichen werden, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net berichtet. Dann kann es auf den Straßen wieder gefährlich glatt werden.

Außer direkt am Rhein, wo plus 1 Grad erreicht werden kann, bleiben die Temperaturen bis zum Freitag eisig. Vor allem im Osten und Süden gibt es weitere Schneefälle. Bis Samstag tritt die kalte Winterluft dann überall den Rückzug an – im Übergangsbereich zwischen milder und kalter Luft droht immer noch Glatteis.

Pünktlich zum 3. Adventswochenende wird es dann deutlich milder und der Winter wird aus Deutschland vertrieben - zumindest vorläufig. Regen, Wind und Werte bis 7 Grad übernehmen das Wetterzepter. Doch was bedeutet diese Umstellung der Großwetterlage für unser Weihnachtswetter? Gibt es Hoffnungen auf eine weiße Weihnacht?

"Weihnachtstauwetter" bedroht weiße Weihnachten

"Die Frage nach Schnee zu Weihnachten ist wohl die Frage, die einem Meteorologen in seinem Leben am häufigsten gestellt wird", weiß Jung zu berichten. In genau 14 Tagen ist der 1. Weihnachtstag. Bis dahin kann sich noch einiges ändern. Grundsätzlich ist das kommende Tauwetter gar nicht so schlecht gelegen, denn in der Regel kommt das berühmte Weihnachtstauwetter wenige Tage vor dem Fest. Diesmal ist es deutlich früher dran, damit gibt es noch genug Zeit, damit sich der Winter pünktlich zum Fest wieder zurückmelden könnte. 

"Das Weihnachtstauwetter ist eine sogenannte meteorologische Singularität, also ein Wetterereignis, was man immer wieder um die gleiche Zeit im Jahr beobachten kann. Untersuchungen von wetter.net haben ergeben, dass es in ungefähr sieben von zehn Jahren zwischen Heiligabend und dem 29. Dezember eintritt", und so Schnee zum Fest verhindert. Es beendet in der Regel erste frühwinterlichen Eskapaden und bringt vom Atlantik Regen, Wind und milder Luft.

Nicht selten kann es zu Hochwasser kommen, da die Schneedecke fortgespült wird. Wir erinnern uns an das Jahr 1993, als es kurz vor Weihnachten zum sogenannten Jahrhunderthochwasser an Saar, Mosel, Nahe und Rhein kam. Dieses Jahr ist das Weihnachtstauwetter früher dran als sonst.

Die ersten Wetterkarten sehen für Weihnachten wieder eine Tendenz hin zu leicht winterlichem Wetter – alles ist somit noch offen! Insgesamt gilt aus heutiger Sicht: die Chancen auf Schnee zum Fest liegen oberhalb 800 Metern bei 60 bis 70 Prozent. In mittleren Lagen könnte es mit 40 bis 50 Prozent klappen, in Lagen unterhalb 300 Meter liegt die Wahrscheinlichkeit derzeit nur bei 10 bis 20 Prozent.

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