Das waren die Tops des Jahres 2015 aus der Welt des Sports. © dpa

JAN FRODENO: Als fünfter deutscher Triathlet gewann Jan Frodeno im Oktober die Ironman-WM auf Hawaii. Der Saarbrücker zählt nun zu den ganz Großen des Sports. Im Dezember folgte die Ehrung zum "Sportler des Jahres". Bei den Frauen lag Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz vorn, im Teamwettbewerb die Nordischen Kombinierer.
SKISPRINGER und KOMBINIERER: Wenn es um fliegende Ski ging, waren die Deutschen Anfang 2015 ganz weit vorne: Severin Freund erfüllte sich als dritter Deutscher nach Jens Weißflog und Martin Schmitt den Traum vom Gewinn des Gesamtweltcups im Skispringen. Wie Freund holte Carina Vogt Gold bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft in Falun. Und die Teilzeitspringer der Nordischen Kombinierer, Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Riessle und Johannes Rydzek, gewannen in Falun nach 28 Jahren erstmals wieder WM-Gold im Teamwettbewerb.
SEBASTIAN VOLLMER: Er ist der erste deutsche Super-Bowl-Sieger überhaupt. Der Rheinländer Sebastian Vollmer gewann mit seinen New England Patriots gegen den bisherigen NFL-Meister Seattle Seahawks mit 28:24 Punkten ein spannendes Finale. "Das ist der Olymp unseres Sports", kommentierte Vollmer spontan.
SV DAMRSTADT 98: Den "Lilien" marschierten - völlig überraschend - aus der 3. Liga bis ins Oberhaus. Und dort, wo Darmstadt zuletzt in der Saison 1981/82 gespielt hatte, gelang - völlig überraschend - eine respektable Hinrunde. Anscheinend hatten die Spieler von Trainer Dirk Schuster nicht zu viel Energie bei ihrer Aufstiegsfeier im Sommer auf Mallorca verschwendet.
LEICHTATHLETEN: Bei der Weltmeisterschaft in Peking sorgten die deutschen Leichtathleten für eine gute Bilanz, so manche Überraschung und Zuversicht. "Die Generalprobe für Olympia 2016 in Rio de Janeiro ist geglückt", sagte Verbandspräsident Clemens Prokop. Katharina Molitor triumphierte im Speerwurf. Insgesamt erreichten 30 der 66 deutschen Starter einen Finalplatz und es gab achtmal Edelmetall - nur Kenia, Jamaika und die USA sammelten mehr Plaketten.
LEWIS HAMILTON: Der Mercedes-Fahrer setzte sich im Kampf um die WM-Krone der Formel 1 gegen zwei Deutsche souverän durch. Sebastian Vettel im Ferrari und Mercedes-Kollege Nico Rosberg fuhren am Ende zu oft hinterher, so dass Lewis Hamilton schon drei Rennen vor Saisonende beim Grand Prix in Austin seinen dritten WM-Titel nach 2008 und 2014 feiern konnte.
MARCO KOCH: Das war schon ein Kunststück: Der Schwimmer Marco Koch holte als erster Deutscher den WM-Titel über 200 Meter Brust. Britta Steffen hatte vor sechs Jahren das bis dahin letzte Gold für Deutschland bei einer WM gewonnen.
FRANK STÄBLER: Schon 21 Jahre war es her gewesen, dass Deutschland einen Ringer-Weltmeister im griechisch-römischen Stil stellte. Diese Pause beendete der Schwabe in Las Vegas, ganz ohne Spielglück: In der Kategorie bis 66 Kilogramm gewann er.
ANGELIQUE KERBER: Es war das bislang erfolgreichste Tennis-Jahr der Bremerin. Kerber gewann vier WTA-Turniere, dabei zum ersten Mal auf Rasen und auf Sand. Das brachte die 27-Jährige zur WTA-WM, wo sie knapp das Halbfinale verpasste.