Die Nachrichten heute. Aktuelle Meldungen, Nachrichten und Hintergrundinfos des Tages kompakt auf einen Blick.

+++ "Nackte Kanone"-Star George Kennedy ist tot (06:15 Uhr) +++

+++ Steinmeier und Kerry sehen Zeichen der Hoffnung in Syrien (06:44 Uhr) +++

+++ Bundesverfassungsgericht verhandelt über NPD-Verbot +++

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09:22 Uhr: Das war es für heute mit dem Morgenticker. Ihnen allen einen schönen Tag.

8:57 Uhr: Gutachter: NPD-Mitglieder könnten sich nach Verbot radikalisieren

Der Hauptgutachter im NPD-Verbotsverfahren, Dierk Borstel, sieht die Gefahr einer Radikalisierung eines Teils der Parteimitglieder, falls die Partei verboten wird. "Rechtsextremisten werden durch ein Verbot nicht zu Demokraten, sondern sie lassen sich was Neues einfallen", sagte der Extremismusforscher. "Da stellt sich die Frage, ob das, was danach kommt, für die Opfer und für den Rechtsstaat besser oder vielleicht sogar gefährlicher ist, weil sich zum Beispiel Mitglieder radikalisieren, eher in den Untergrund vielleicht gehen oder zu Gewalt neigen." Vom Dienstag an bis Donnerstag prüft das Bundesverfassungsgericht in einer mündlichen Verhandlung die mögliche Verfassungswidrigkeit der NPD.

08:46 Uhr: Athen beantragt wohl 470 Millionen Euro EU-Hilfen für Flüchtlinge

Die Regierung in Athen rechnet damit, dass wegen der Schließung seiner Grenze zu Mazedonien in den kommenden Tagen mehr als 100.000 Migranten in Griechenland festsitzen könnten. Aus diesem Grund habe die Regierung ein EU-Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro beantragt, berichtete der griechische Fernsehsender ANT1. Auch andere Medien nannten diesen Betrag. Der Plan sehe vor, dass etwa 50.000 Menschen in Aufnahmelagern und weitere 50.000 in einfachen Hotels untergebracht werden sollen. Es würden insgesamt 8.200 Polizisten und zivile Mitarbeiter benötigt, um die Flüchtlinge zu registrieren und für Verpflegung, Gesundheit und Sicherheit zu sorgen, hieß es.

08:34 Uhr: Google-Auto baut erstmals Unfall

Die Software eines selbstfahrenden Autos von Google hat erstmals einen Unfall provoziert. Der Roboterwagen wollte die Spur wechseln, um ein Hindernis zu umfahren, erklärte Google in dem Unfallbericht. Das Google-Auto ließ dabei zunächst mehrere Fahrzeuge durch und fuhr dann los, während sich ein Bus annäherte. Bei dem Zusammenstoß mit geringer Geschwindigkeit gab es einen Blechschaden, niemand wurde verletzt.

"In diesem Fall tragen wir eindeutig eine gewisse Verantwortung, denn es hätte keinen Zusammenstoß gegeben, wenn sich unser Auto nicht bewegt hätte", erklärte Google dem TV-Sender CNBC. Die Software sei nach dem Unfall angepasst worden: Die Autos würden sich nun stärker darauf einstellen, dass es weniger wahrscheinlicher sei, dass Busse und andere große Fahrzeuge sie durchlassen würden.

08:15 Uhr: Neun äthiopische Leichtathleten unter Dopingverdacht

Der Leichtathletik droht im Olympia-Jahr ein weiterer großer Dopingskandal. Gleich neun äthiopische Sportler stehen einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge unter dem Verdacht, ihre Leistungen mit verbotenen Substanzen manipuliert zu haben. Darunter sollen fünf "Top-Athleten" sein, wie der Generalsekretär der nationalen Anti-Doping-Agentur, Solomon Meaza, mitteilte. Deren Namen sowie weitere Details wollte er nicht preisgeben. Aus dem Hochland Äthiopien am Horn von Afrika kamen in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Weltklasse-Langstrecken- und Marathonläufer.

07:54 Uhr: Bundesverfassungsgericht verhandelt über NPD-Verbot

Das Verbotsverfahren gegen die NPD geht heute in die entscheidende Phase: Drei Tage klopft das Bundesverfassungsgericht die rechtsextreme Partei auf ihre mögliche Verfassungswidrigkeit ab. Sehen die Richter die hohen Anforderungen des Grundgesetzes für ein Verbot erfüllt, muss sich die NPD auflösen. Am Gericht erwartet man ein emotionales Verfahren. Es wird nicht ausgeschlossen, dass vor einem Urteil weitere Verhandlungstage angesetzt werden.

07:41 Uhr: Mindestens vier Tote bei Bergwerksunglück auf den Philippinen

In einem Goldbergwerk auf den Philippinen ist ein Tunnel eingebrochen, dabei wurden mindestens vier Goldsucher erschlagen. Drei weitere werden noch vermisst, wie die Polizei mitteilte. Nach ihnen wurde gesucht. "Wir hoffen noch auf ein Wunder", sagte der Polizeichef in Monkayo rund 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

Vor allem der Süden und der Osten ächzen unter Schneefall.

07:28 Uhr: Notruf aus dem Flugzeug - sichere Landung in Melbourne

Eine Maschine des Billigfliegers Tiger Airways hat heute in Australien wegen ungewöhnlichen Geruchs in der Kabine einen Notruf abgesetzt. Das Flugzeug sei anschließend sicher am vorgesehenen Zielflughafen in Melbourne gelandet, teilte Verkehrsminister Darren Chester anschließend mit. Die Fluggesellschaft bestätigte den Zwischenfall, ohne Einzelheiten zu nennen.

07:09 Uhr: 18-Jähriger in Hamburg niedergestochen und schwer verletzt

Ein 18-Jähriger ist in Hamburg mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Jugendliche wurde ins Krankenhaus gebracht und befindet sich nach einer Notoperation nicht mehr in Lebensgefahr, wie eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen sagte.

Der Angreifer flüchtete. Die näheren Umstände der Tat vom Montagabend im Stadtteil Hoheluft-Ost waren zunächst nicht bekannt. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

06:55 Uhr: VW-Chef Müller fühlt sich nach US-Reise "unfair" behandelt

VW-Chef Matthias Müller fühlt sich nach seinem verunglückten Radio-Interview in den USA "unfair" behandelt. Er räumte vor dem Start des Genfer Autosalons ein, das Interview sei "höchstunglücklich" gewesen. Mit der öffentlichen Nachbetrachtung war er aber nicht einverstanden. "Detroit war ein Stück weit unfair", sagte er am Montagabend in Genf. Müller hatte in dem Interview mit dem US-Sender NPR unter anderem gesagt, VW habe nicht gelogen und dafür herbe Kritik einstecken müssen.

Den VW-Chef stört nun, dass durch das Interview seine gesamte US-Reise öffentlich als Misserfolg wahrgenommen worden sei. "Die Reise war richtig erfolgreich", meint Müller stattdessen. Er habe mit Vertretern von US-Behörden konstruktive Gespräche geführt.

06:44 Uhr: Steinmeier und Kerry sehen Zeichen der Hoffnung in Syrien

Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein US-Kollege John Kerry haben die Waffenruhe in Syrien als Zeichen der Hoffnung für das Bürgerkriegsland bezeichnet. "Seit München hat es greifbare Fortschritte gegeben", sagte Steinmeier am Montagabend bei einem Treffen mit Kerry in Washington.

Kerry erklärte, Berichte über angebliche Verstöße gegen die Waffenruhe würden nun einzeln untersucht. "Es ist nicht überraschend, dass jemand Kampfflugzeuge in der Luft sieht oder sogar beobachtet, dass Kampfflugzeuge Bomben abwerfen. Die Frage ist, wo sie sie abgeworfen haben und wer dort am Boden ist." Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Nusra-Front, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, sind von der Einigung ausgenommen.

Kerry appellierte zugleich an den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, Hilfslieferungen nicht zu behindern. "Vieles von dieser Hilfe könnte schneller ankommen", erklärte er. Assads Einheiten müssten aufhören, sich bei den Lieferungen zu bedienen.

06:25 Uhr: New Yorker Richter stützt Apple in Streit um iPhone-Entsperrung

Apple bekommt in dem Konflikt mit dem FBI um das Entsperren von iPhones wichtige Rückendeckung von einem New Yorker Richter. Er entschied, dass die Regierung mit einem Gesetz aus dem 18. Jahrhundert keine angemessene rechtliche Grundlage gefunden habe, um das Entsperren eines iPhones zu fordern.

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In den New Yorker Fall geht es um das Telefon eines Drogenhändlers. Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Verfahren in Kalifornien, in dem die Richterin Apple dazu verpflichtete, dem FBI beim Entsperren eines iPhones zu helfen, das von einem toten Attentäter genutzt worden war. Auch dort bezieht sich die Regierung auf den sogenannten "All Writs Act" von 1789. Das Gesetz gibt Richtern grundsätzlich das Recht, alle nötigen Maßnahmen anzuordnen.

06:15 Uhr: "Nackte Kanone"-Star George Kennedy ist tot

Der US-Schauspieler und Oscar-Gewinner George Kennedy ist tot. Kennedy sei im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Boise im US-Bundesstaat Idaho gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf den Enkel des Schauspielers. Kennedy war 1925 in New York in eine Schauspielerfamilie hineingeboren und ging nach einer Zeit bei der Armee nach Hollywood. Dort wurde der sehr große und kräftige Mann zu einem Charakterdarsteller und in Filmen wie "Charade" (1963), "Die 27. Etage" (1965) oder "Die Letzten beißen die Hunde" (1974) gefeiert.

Für seine Rolle als brutaler Häftling in dem Gefängnisdrama "Der Unbeugsame" wurde Kennedy 1969 mit einem Oscar als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Später spielte er auch in der Comedy-Trilogie "Die nackte Kanone" mit. Noch 2014 - mit 90 Jahren - hatte Kennedy seine letzte Rolle in dem Film "The Gambler" gespielt.

06:05 Uhr: Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Leser! In München ist der Winter zurückgekehrt, es schneit und es ist glatt. Muss nicht sein, kann man aber nicht ändern. Ich hoffe, Sie haben es dort, wo Sie diesen Ticker lesen, schön warm und gemütlich. Los geht's - leider mit einer traurigen Meldung.

Mit Material von dpa und AFP