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03.08.2012, 15:27 Uhr

Doping-Verdacht gegen Hammerwerfer Tichon

Minsk (dpa) - Bei den Nachtests der Doping-Proben der Olympischen Spiele 2004 in Athen ist nach einem weißrussischen Medienbericht der Hammerwerfer Iwan Tichon unter Verdacht geraten.

Auf Druck des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF soll der nationale Verband den 36-jährigen Olympia-Dritten von den Spielen in London abgezogen haben. Eine Probe aus Athen sei erneut untersucht worden, schrieb die weißrussische Sportzeitung "Pressball". Die IAAF wollte auf dpa-Anfrage keine Stellungnahme dazu abgeben.

Ein Funktionär der Ex-Sowjetrepublik kritisierte, dass Tichon keine Zeit gehabt habe, seine Unschuld zu beweisen. Die Karriere des dreifachen Weltmeisters sei mit der Entscheidung vermutlich beendet, schrieb das Blatt.

Sein weißrussischer Hammerwurf-Kollege Wadim Dewjatowski und er waren nach ihrem Silber- und Bronzemedaillengewinn bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wegen positiver Dopingtests zunächst vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nachträglich disqualifiziert worden. Beide klagten aber gegen diese Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Im Juni 2010 hob das CAS die Disqualifikation der Werfer auf. Begründet wurde das Urteil mit einer Panne, die im Analyselabor passiert sein soll, das die Proben untersucht hatte.

Alle News vom: 3. August 2012 Zur Übersicht: Olympia

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