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09.07.2012, 11:00 Uhr

Deutsche Volleyballer "auf Wolke sieben" nach London

Sofia (dpa) - Am Ende ihrer erfolgreichen Weltliga-Reise zählte für Deutschlands Volleyballer nur noch das große Ziel London. "Jetzt sollten wir schnell abschalten. Olympia steht vor der Tür", erinnerte Kapitän Björn Andrae nach dem fünften Platz bei der Weltliga-Endrunde in Sofia.

Sogar noch mehr wäre für die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) möglich gewesen, doch drei Wochen vor den Sommerspielen konnte Bundestrainer Vital Heynen auch so ein überschwängliches Fazit ziehen. "Wir haben jede Erwartung übererfüllt. Wir sind noch immer auf Wolke sieben."

Erstmals nach zuvor acht vergeblichen Anläufen hatten die DVV-Schmetterkünstler um Top-Angreifer Georg Grozer die Endrunde im Wettbewerb der weltbesten Nationalteams erreicht - und dort nur knapp den Sprung unter die besten Vier verpasst. Die Auftaktniederlage gegen Gastgeber Bulgarien besiegelte letztlich das Aus der deutschen Männer, da half auch der 3:2-Prestigeerfolg gegen Olympiasieger USA nichts mehr. Am Ende durfte die DVV-Auswahl aber 75 000 Dollar Preisgeld verbuchen - und ihren bisher besten Weltliga-Auftritt.

"Wenn ich vor der Weltliga gewusst hätte, wir werden Fünfter, dann wäre ich richtig glücklich gewesen", beschrieb Zuspieler Simon Tischer die Bedeutung des Resultats. Und nach dem ersten kleinen Frust-Moment war der Ärger über das unglückliche Aus tatsächlich verflogen. "Natürlich haben wir noch gehofft, und ich bin auch ein wenig enttäuscht", gestand Nationalspieler Lukas Kampa. "Aber jetzt müssen wir schon nur noch Richtung Olympia gucken."

Und das können die deutschen Volleyballer mit Zuversicht. "Wir haben mit dem Sieg gegen die USA auch gezeigt, dass wir im Konzert der Großen durchaus mithalten können", betonte Tischer. Wohl wahr. Zwar hatten die US-Volleyballer bei der knappen Niederlage gegen das deutsche Team sicherlich noch die beschwerliche Anreise in Kopf und Beinen. Dennoch muss man einen Medaillenanwärter für Olympia erst einmal schlagen.

So wirkte der Erfolg zum Ende des langen Weltliga-Abenteuers, das die deutschen Männer nach ihrer Olympia-Qualifikation einmal mehr um die halbe Welt geführt hatte, als Mutmacher für London. Dort trifft das deutsche Team nämlich in der Vorrunde erneut auf die USA.

Nun ist erst einmal Durchatmen angesagt. "Es ist Zeit, dass wir einige Tage Ruhe bekommen", sagte Bundestrainer Heynen im Rückblick auf den Marathon der vergangenen zwei Monate. Als Andenken an die Weltliga darf das deutsche Team viel Selbstbewusstsein mitnehmen. "Wir gehen stolz und zufrieden nach Hause", sagte Heynen - und richtete einen optimistischen Blick auf Olympia. "Dort wollen wir noch besser spielen."

Alle News vom: 9. Juli 2012 Zur Übersicht: Olympia

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