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11.08.2012, 18:29 Uhr

Sporthilfe: 1,25 Millionen Euro Prämien für Olympioniken

London (dpa) - Die Deutsche Sporthilfe wird mindestens 1,25 Millionen Euro Prämien an die deutschen Starter bei den Olympischen Spielen in London auszahlen.

Nach den Peking-Spielen 2008 wurden 1,3 Millionen Euro an Gesamtprämien für die Plätze eins bis acht ausgeschüttet, teilte das Sozialwerk des deutschen Sports mit. In London hätten mehr als die Hälfte der Athleten aus den Programmen Nachwuchseliteförderung, Eliteförderung sowie ElitePlus ihre Medaillenträume erfüllen können. Insgesamt werden 98 Prozent aller Olympia-Starter von der Sporthilfe gefördert.

"Wir sind absolut einig darüber, dass die Gesamtförderung bei uns zu gering ist", sagte Michael Ilgner, der Vorsitzende des Vorstands der Sporthilfe. "Ich bin aber zuversichtlich, die gesamte Förderleistung von gegenwärtig knapp zwölf Millionen Euro im Jahr weiter ausbauen zu können."

Es gebe in Deutschland eine "wirklich überhitzte, inhaltlich verkürzte Diskussion um Prämien", weil diktatorisch regierte Länder und auch kleinere Länder Olympiasiege angeblich mit bis zu einer Million Euro honorierten. "Bei unserer Förderung geht es um langfristige, verlässliche Unterstützung besonders bei der Verbindung von Sport und Ausbildung oder Beruf", erklärte Ilgner.

Die Erfolgsprämien der Sporthilfe sind seit Sydney 2000 unverändert. Für Gold gibt es 15.000 Euro, Silber und Bronze werden mit 10.000 beziehungsweise 7.500 honoriert. Von Platz 4 bis acht werden Prämien von 4.000 bis 1.500 Euro vergeben.

Alle News vom: 11. August 2012 Zur Übersicht: Olympia

3 Meinungen zu "1,25 Millionen Euro für Athleten"

  • eltie
    Montag, 13.08.2012, 13:50 Uhr
    Förderung dient um aus guten Sportlern sehr gute zu machen. Erst wenn sie sehr gut sind können sie (vielleicht) Werbeverträge bekommen. Nach den Erfolgen zu bezahlen wäre keine Förderung sondern Prämien. Man zahlt ja BaFög auch nicht erst nach dem Stuienabschluss. Zuerst müssen aber Leistungen (ohne Förderung) erbracht werden um überhaupt in Frage zu kommen. Dann muss der eigene Aufenthalt für Wochen und Monate vorher angekündigt werden. Und die Leistungen müssen immer wieder erbracht und bestätigt werden. Im Durchschnitt bekommt ein Sportler 1919€ Sporthilfe (kann man im I-Net recherchieren) und leistet dafür rd. 60 Stunden Training (Arbeit) pro Woche. Wer schon mal Leistungssport (nicht mit Flasche Biera auf Couch vor TV sitzen) gemacht hat, kann das leicht nachvollziehen. Da stellt sich mir doch die bösartige Frage ob ein Leistungssportler (außer Fußball, Tennis und den wenigen anderen) nicht eher Hartz IV beantragen sollte.
  • eigensinn
    Montag, 13.08.2012, 07:02 Uhr
    Wofür? Die guten Sportler haben lukrative Werbeverträge und die Schwimmer müssen halt noch üben!

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