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15.08.2012, 15:46 Uhr

Olympioniken von 20 000 Sportfans in Hamburg empfangen

Hamburg (dpa) - 20 000 Sportfans haben den deutschen Olympioniken bei der Ankunft mit der "MS Deutschland" in Hamburg einen rauschenden Empfang bereitet. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit dem "Traumschiff" in der Hafencity an.

Auf dem letzten Stück der Reise wurde der Olympia-Dampfer von etwa 100 kleineren Booten die Elbe hinab begleitet. Rund 10 000 Besucher säumten bei strahlendem Sonnenschein schon von Wedel und Blankenese an das Ufer, noch einmal 10 000 warteten seit dem Morgengrauen im Hafen. Ein Shanty-Chor aus der Hansestadt in traditionellen Fischerhemden empfing die Sportler mit der deutschen Nationalhymne und norddeutschen Liedern. Neun der elf deutschen Olympiasieger waren an Bord.

"Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff", sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste an Land, "ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte". Turner Fabian Hambüchen ergänzte: "Es waren zwei tolle Tage, am besten war die Pool-Party gestern Abend."

Fechterin Britta Heidemann strahlte und sagte: "Das ist echt überwältigend, das kann man nur richtig genießen." Und für Ruder-Olympiasieger Eric Johannesen war die Ankunft in seiner Heimatstadt schlicht der "Wahnsinn": "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu sehen, wie die Stadt hinter allen Olympia-Teilnehmern steht."

Auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich beeindruckt: "Das, was Hamburg heute zeigt, ist eindeutig olympia-reif". Die Hansestadt hatte sich für die Austragung dieser Spiele beworben, war aber schon in der deutschen Vorausscheidung ausgeschieden. Für die Athleten sei die Reise der Lohn der harten Arbeit, sagte Vesper.

Wer am besten feiern kann, verkündete Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen: "Auf dem Schiff haben die Hockey-Spieler gewonnen, im Deutschen Haus waren wir aber unschlagbar". Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte traute ihren Augen kaum und meinte: "Normalerweise werden nur Fußballspieler so toll empfangen". Und Helena Fromm, Bronzegewinnerin im Taekwondo betonte: "Olympia war grandios, die Stimmung in der Stadt, in der Halle und das hier in Hamburg kommt da nah dran."

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) empfingen die Sportler und den DOSB-Präsidenten Thomas Bach in der Hansestadt. "Wir sehen hier eine tolle erfolgreiche Olympia-Mannschaft, die wir feiern", sagte Bach, "ich habe viele Highlights bei diesen Spielen gesehen, und dieses Team auf dieser Reise war eines davon".

"Es gab viele Höhepunkte bei den Spielen, London hat das toll gemacht", sagte Scholz im NDR-Fernsehen. "Ich bin stolz, dass die Fahrt mit der 'MS Deutschland' möglich war und dann unter der richtigen Flagge". Die Reederei wollte das Schiff vor kurzem noch aus Kostengründen nicht mehr unter deutscher, sondern unter maltesischer Flagge fahren lassen. Auf erheblichen öffentlichen Druck zog die Reederei die Entscheidung jedoch zurück. Albig fand den Empfang "einfach geil. Respekt für die tolle Begrüßung, für diese Stadt und für die Sportler".

Die nach zwei Partynächten auf dem Schiff müden Athleten präsentierten ihre Medaillen und schrieben Autogramme. "Ich freue mich jetzt vor allem darauf, Zeit mit meiner Familie und meinem Verein zu verbringen", sagte Johannesen.

Zuerst ging es aber noch unter dem Beifall der Zuschauer an Bord von fünf Barkassen zu einem offiziellen Senatsempfang im Hamburger Rathaus. "Sie sind unsere Helden", sagte Scholz dort. Die deutsche Olympia-Mannschaft habe Deutschland in London so vertreten, "wie es sich unser Land nur wünschen kann". Für den Empfang verschob die Hamburger Bürgerschaft eigens ihre Plenarsitzung um anderthalb Stunden.

Alle News vom: 15. August 2012 Zur Übersicht: Olympia

22 Meinungen zu "Großer Empfang in Hamburg"

  • JollyRoger
    Freitag, 17.08.2012, 08:19 Uhr
    Bevor Dir noch weiter der Kamm schwillt, Zabuza: Die "Hafencity" ist ein neuer Stadtteil im Hamburger Hafen. U.a. befindet sich dort das Kreuzfahrtterminal (auf deutsch: der Kreuzfahrt-Anleger). Wende Deinen Zorn also nicht gegen die Redaktion dieser Seite, sondern eher gegen die Hamburger Stadtplaner, die diesen Begriff gewählt haben.
  • Zabuza
    Donnerstag, 16.08.2012, 16:17 Uhr
    Mal im Ernst diese Seite zeugt doch mal wieder von unterster Intelligenz ! Es heißt HafenSTADT nicht "city" Anglizismen wie "Server , online , offline" und so weiter mögen schön und gut sein aber irgendwo gibt es auch Grenzen. Die Redaktion dieser Seite zeugt davon dass sie Minderwertigkeitskomplexe mit der deutschen Sprache hat. Drecks "denglisch". Die Penner von Betreibern dieser Seite sollten sich aus dem Internet verziehen und wirklich arbeiten gehen und nicht unsere Kultur und Sprache verhunzen. Dreckspack von Redaktion !
  • Thorleiv
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:02 Uhr
    @Nikioko: was ich interessant finde ist das trotz immer noch schlechterer trainingsbedingungen in ostdeutschland fast alle goldmedailen von ostdeutschen sportlern geholt wurden und das ohne die gute technik einer sporthochschule köln und ohne doping. vielleicht ist der spitzensport auch ohne doping einfach besser in ostdeutschland? ich finde es nicht gut zu behaupten das die DDR sportler alle gedopt waren. das ist einfach unfair gegenüber den sportlern.
  • Huhuhuibu
    Donnerstag, 16.08.2012, 07:41 Uhr
    Neid, Häme und Schwachsinn! Ich gönne den deutschen Olympiateilnehmern, die unser Land würdig vertreten haben, auch wenn sie keine 100 Goldmedaillen bekamen, wie e r w a r t e t wurde, dass sie zum Abschluß diese Schiffsfahrt machen durften. Eine wirklich tolle Idee! Und allen unzufriedenen Dumpfbacken gebe ich den Rat, einmal die Menge der Medaillen mit der Zahl der Einwohner der betreffenden Länder zu vergleichen. Und selbst den Hintern von der Couch hoch zu bekommen. Einen schönen Tag noch allerseits!
  • Dardos
    Mittwoch, 15.08.2012, 17:40 Uhr
    ging ja wohl alles glatt auf´m Heimweg. Nicht auszudenken, wenn der Kahn gekentert waere. Wer haette dann unsere ruhmreichen Schwimmer vor dem Ertrinken gerettet, vielleicht die Ruderer oder Kanuten.

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