Bei einer Hochzeitsparty in Hannover ist eine junge Frau erschossen worden. Die 21-Jährige sei wie rund 300 andere Menschen auch ein Gast der Feier am Sonntagabend gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Nach den bisherigen Ermittlungen feuerte ein Mann gezielt auf die 21-Jährige. Sie starb noch in der Nacht im Krankenhaus. Die Polizei fahndete mit Hochdruck nach dem Täter, der auch zu den Gästen gehört haben soll.

Die Hintergründe des Verbrechens waren zunächst unklar. "Das ist alles hochspekulativ", sagt Polizeisprecher André Puiu. "Es handelte sich um eine kurdische Hochzeit. Eventuell könnte der kulturelle Hintergrund eine Rolle spielen."

Nach den Schüssen auf die 21-Jährige war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einigen Männern gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden dabei fünf Menschen verletzt, einige von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ob die Schlägerei mit der tödlichen Attacke zu tun hatte, wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen.

Am Montag wurde die Tatwaffe in den Räumen der Feier, einem Veranstaltungszentrum im Stadtteil Vahrenheide, gefunden.

Als die Schüsse fielen, waren noch etwa 300 Gäste auf der Feier, viele verließen dann fluchtartig den Tatort. Einen konkreten Tatverdächtigen gab es zunächst nicht. Einzelne Personen seien in den Fokus der Ermittlungen gerückt, sagte Polizeisprecher Puiu. Die Zeugenvernehmungen werden ihm zufolge noch einige Zeit dauern.

In der Nacht hatte die Polizei das Gebiet rund um die Veranstaltungshalle in einem Industriegebiet großräumig abgesperrt und von allen Hochzeitsgästen die Personalien aufgenommen. Bis zum frühen Montagmorgen waren Beamte der Spurensicherung damit beschäftigt, Beweise zu sichern.© dpa