In Deutschland haben bereits 15 Menschen das Zika-Virus aus Lateinamerika eingeschleppt.

Das sagte der Leiter der Virusdiagnostik am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Jonas Schmidt-Chanasit, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Virus wurde in Speichel- und Urinproben nachgewiesen.

In Mittel- und Südamerika hat sich das Virus in den vergangenen Monaten explosionsartig verbreitet. Das Institut in Hamburg ist das Zika-Referenzlabor in Deutschland.

Der Erreger steht im Verdacht, bei einer Infizierung von Schwangeren starke Schädelfehlbildungen bei deren Babys auszulösen (Mikrozephalie). Die Kinder kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt. Geistige Behinderungen sind meist die Folge.© dpa