Das sich rasant ausbreitende Zika-Virus kann möglicherweise auch durch Speichel übertragen werden. Wie das Institut Fundação Oswaldo Cruz (Fiocruz) am Freitag mitteilte, habe man das Virus in Speichel- und Urinproben nachgewiesen. Man wisse aber noch nicht, ob es wirklich möglich ist, dass Zika über Speichelflüssigkeiten verbreitet werden kann.

Während sich die Krankheit ausbreitet, gibt es immer neue Fragen.

Nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (Hamburg) ist schon länger bekannt, dass Zika-Viren im Urin nachgewiesen werden können. Das Institut ist das Zika-Referenzlabor in Deutschland. Auch über Zika-Erbgut im Speichel haben Forscher bereits berichtet.

Bisher gelten vor allem Stiche durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti, aber - in seltenen Fällen - auch Sexualkontakte und womöglich infiziertes Blut als Zika-Übertragungswege. "Es ist noch sehr viel weitere Forschungsarbeit notwendig, um Klarheit zu haben", zitierte das Portal "Globo" den Fiocruz-Präsidenten Paulo Gadelha.© dpa