Wieder steigen dunkle Rauchwolken über einer Flüchtlingsunterkunft im Südwesten auf. Der Brand in Ruppertshofen geht für die jungen Bewohner glimpflich aus - es gibt keine Verletzten. Nun beginnt die Suche nach dem Auslöser.

Eine Unterkunft für junge Flüchtlinge hat am frühen Neujahrsmorgen in Ruppertshofen (Baden-Württemberg) gebrannt. Die zehn Bewohner im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sowie ein Betreuer seien alle mit dem Schrecken davongekommen, teilte die Polizei mit.

Das Feuer war in einer Garage ausgebrochen und hatte auf das Dach des Haupthauses übergriffen. Nach der Auswertung erster Spuren deutet den Behörden zufolge nichts auf Brandstiftung hin.

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Der Betreuer entdeckte den Brand gegen 3.30 Uhr. Er weckte die Jugendlichen, wählte den Notruf und brachte sich und die Bewohner in Sicherheit. Die Feuerwehr rückte mit knapp 150 Kräften an und löschte die Flammen. Laut Polizei entstand am Gebäude ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro.

Die Räume für die Flüchtlingsunterbringung waren den Angaben nach erst vor wenigen Wochen durch die Gemeinde angemietet worden. Ob das Gebäude für diesen Zweck weiter verwendet werden kann, sei noch nicht klar. Ein ortsansässiger Verein für Jugendhilfe habe sich um Quartiere für die zehn Jugendlichen gekümmert.

Die Unterbringung von allein reisenden, minderjährigen Flüchtlingen sei in der Gemeinde auf große Zustimmung gestoßen, sagte Bürgermeister Peter Kühnl bei einem Besuch am Brandort.

Gegen die Unterkunft habe es überhaupt keinen Widerstand in der Bevölkerung gegeben. "Wir sind hier in Ruppertshofen auf geradezu ideale Bedingungen für die Betreuung dieser Jugendlichen getroffen", sagte der Politiker.© dpa

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