Jahr für Jahr wird das fränkische Städtchen Wunsiedel von hunderten Neonazis heimgesucht. Die Rechten marschieren am Volkstrauertag zu Ehren von Adolf Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß, der einst in Wunsiedel begraben war. Doch in diesem Jahr wehrten sich die Bewohner mit einer ganz speziellen Aktion.

Am Samstag wurden rund 250 Neonazis beim "unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands" empfangen. Für jeden Meter, den die Rechten zurücklegten, gingen zehn Euro an das Aussteigerprogramm Exit-Deutschland.

Am Straßenrand wurden Plakate errichtet mit Sprüchen wie "Wenn das der Führer wüsste" und "Flink wie Windhunde, zäh wie Leder - und großzügig wie nie!". Selbstredend hatten die Rechten nichts von der Aktion geahnt. 10.000 Euro kamen bei dem Spendenlauf für Exit-Deutschland zusammen, um Menschen bei dem Ausstieg aus der Rechten Szene zu helfen.

Nazis spenden gegen sich selbst

In Wunsiedel kommt es zum "unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands". © YouTube

(ska)