Nach dem schweren Busunglück mit 13 Toten im Nordosten Spaniens ist die Vernehmung des Fahrers verschoben worden. Indes gab die katalanischen Regionalregierung bekannt, dass sich auch zwei Deutsche unter den Toten befinden.

Bei dem schweren Busunglück im Norden Spaniens mit insgesamt 13 Todesopfern sind nach Angaben der katalanischen Regionalregierung auch zwei deutsche Studentinnen ums Leben gekommen.

Das sagte der katalanische Innenminister Jordi Jané dem Hörfunksender Catalunya Ràdio am Montag.

Busunglück in Spanien: An Bord waren auch deutsche Fahrgäste.

Von deutscher Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es jedoch: "Nach allen uns bisher vorliegenden Informationen können wir nicht ausschließen, dass unter den Todesopfern auch deutsche Staatsangehörige sind."

Bei dem Unglück wurden auch zwei Deutsche verletzt. Sie befinden sich jedoch außer Lebensgefahr. Die meisten Todesopfer - insgesamt sieben - stammen nach Worten von Minister Jané aus Italien.

Außerdem starben bei dem Unglück zwischen Valencia und Barcelona seinen Angaben zufolge eine Rumänin, eine Französin, eine Österreicherin und eine Usbekin.

Das italienische Außenministerium hatte ohne genaue Zahlenangaben bestätigt, dass mehrere Italienerinnen unter den Todesopfern seien. Regierungschef Matteo Renzi brachte seine Trauer über Twitter zum Ausdruck.

War Busfahrer am Steuer eingeschlafen?

Die Vernehmung des Fahrers verschoben worden. Der Fahrer des Unglücksbusses war ursprünglich als möglicher Unfallverursacher für Montag in ein Gericht zitiert worden, um vor einem Ermittlungsrichter als Beschuldigter auszusagen.

Wie die Justizbehörden am Montag in Barcelona jedoch mitteilten, wurde der Busfahrer wegen einer Lungenverletzung weiter im Krankenhaus behandelt.

Nach Angaben des katalanischen Innenministers Jordi Jané bestand der Verdacht, dass der Fahrer den Unfall verursacht haben könnte.

Die ersten Ermittlungen deuteten darauf hin, dass der Busfahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte, berichtete die Zeitung "El País". Bei dem Unglück in der Nähe von Tarragona waren 13 Studentinnen aus verschiedenen Ländern getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden.

Der Bus war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und umgestürzt. Dutzende Insassen wurden verletzt.© dpa