In Istanbul hat ein Selbstmordanschlag eine belebte Einkaufsstraße im Stadtzentrum erschüttert. Fünf Menschen wurden getötet, weitere 36 Menschen verletzt.

Bei einem vermuteten Selbstmordanschlag im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul sind fünf Menschen getötet worden. Mindestens 36 Menschen seien bei der Explosion an der zentralen Einkaufsstraße Istiklal verletzt worden, meldete der Nachrichtensender CNN Türk am Samstag. Es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. In der Nähe des Explosionsortes befindet sich ein Einkaufszentrum.

Hubschrauber kreisten über dem Unglücksort, Rettungswagen rasten zur Detonationsstelle. Eine offizielle Erklärung der Behörden gab es zunächst nicht.

Attentat in Ankara geht auf das Konto der "Freiheitsfalken Kurdistans".

Am Donnerstag und Freitag waren das deutsche Generalkonsulat in Istanbul, die Botschaft in Ankara und weitere deutsche Einrichtungen wegen einer Terrorwarnung geschlossen worden. Das Auswärtige Amt hatte die Bundesbürger am Wochenende zu Achtsamkeit in Istanbul aufgerufen.

Erst vergangenen Sonntag gab es einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara mit 37 Toten, zu dem sich eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekannte. Die TAK ging 2004 aus der PKK hervor und verübte Anschläge in Städten. Die Gruppe hatte sich schon im Februar zu einem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara bekannt.

In der Türkei kommt es immer wieder zu Anschlägen. In Istanbul hatte im Januar ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugerechnet.© dpa