Als die Heiztürme des stillgelegten Kraftwerks Didcot A vor gut eineinhalb Jahren gesprengt wurden, schauten sich Hunderte das Spektakel an. Jetzt ist ein Großteil des Gebäudes eingestürzt. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, mehrere wurden verletzt.

Beim Einsturz eines stillgelegten englischen Kraftwerks ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Drei weitere würden vermisst, fünf Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr am Dienstag mit.

Ein Krankenhaus im nahe gelegenen Oxford teilte mit, die Verletzten würden in der Notaufnahme behandelt. Unklar war zunächst, warum ein erheblicher Teil des Gebäudes des Kraftwerks Didcot A westlich von London einstürzte.

Bremerhaven: Unfall bei Präsentation der neuen Dienstwaffe.

Zunächst hatten Medien von einer Explosion berichtet. Ein Sprecher der Gewerkschaft GMB vermutetet eine andere Ursache: "Wir haben gehört, dass Arbeiter zwei Heizkessel zum Abriss in den kommenden Wochen vorbereitet haben.

Das hat zum Einsturz des Gebäudes geführt", sagte er der Nachrichtenagentur PA.

Ursache zunächst unklar

Ein Anwohner berichtete der BBC, es habe am Nachmittag einen lauten Knall gegeben, bevor schwarzer Rauch oder Staub aufgestiegen sei. Dann seien Rettungshubschrauber, Krankenwagen und die Feuerwehr eingetroffen.

Der Kraftwerksbesitzer RWE npower teilte über Twitter mit, man arbeite daran, die Ursache für die "tragischen Ereignisse" herauszufinden.

Zu der Anlage gehören ein Gaskraftwerk, genannt Didcot B, und das Kohlekraftwerk Didcot A. Letzteres ist seit Frühjahr 2013 nicht mehr in Betrieb, dort ereignete sich die Explosion. Die Ursache war zunächst völlig unklar.

Im Sommer 2014 waren die Kühltürme, die über Jahrzehnte ein Wahrzeichen der Stadt gewesen waren, gesprengt worden. RWE npower zufolge soll Didcot A noch in diesem Jahr komplett abgerissen werden.