Oklahoma City (dpa) - Nach der Enthauptung einer Frau in einer Lebensmittelfabrik in den USA hat sich die Bundespolizei FBI in die Ermittlungen eingeschaltet. Dem Sender CNN zufolge sagten Behördenvertreter jedoch, es gebe bisher keine Hinweise auf terroristische Hintergründe.

Der 30-jährige Täter war laut Polizeiangaben Mitarbeiter in der Fabrik und kurz vor der Bluttat am Donnerstag (Ortszeit) entlassen worden. Er griff auch eine zweite Frau an. Beide Opfer waren in dem Betrieb angestellt.

Das FBI wurde in die Untersuchungen eingeschaltet, weil ehemalige Kollegen des Mannes aussagten, er habe versucht, sie zum Islam zu bekehren. CNN zufolge schrieb der Amerikaner auf seiner Facebook-Seite über den Koran und das Jüngste Gericht, gab aber keine Hinweise auf Pläne für eine Gewalttat. Die islamistische Terrormiliz IS in Syrien hat in den vergangenen Wochen drei westliche Geiseln enthauptet und Videos von den Bluttaten ins Internet gestellt.

Der Mann hatte der Polizei zufolge die Fabrik mit einem Messer betreten und die ehemalige Arbeitskollegin mit einem Messer angegriffen. Er stach die 54-Jährige nieder und trennte dann ihren Kopf ab. Eine zweite Frau verletzte er mit Messerstichen, bevor der Topmanager der Fabrik - in seiner Freizeit ein Hilfssheriff - ihn mit zwei Gewehrschüssen stoppte. Sowohl die zweite Frau als auch der Täter wurden am Wochenende im Krankenhaus behandelt.

Laut Polizeiangaben suchte der Mann seine Opfer anscheinend nicht gezielt aus, sondern attackierte sie, weil sie ihm als erste über den Weg gelaufen seien.© dpa