Explosiv: Die Schweiz hat jahrzehntelang Sprengstoff in Grenzbrücken nach Deutschland eingebaut - für den Verteidigungsfall. Das meldet der SWR.

In den teils malerischen Brücken, die die Schweiz mit Deutschland verbinden, wurde laut SWR von der Schweizer Armee tonnenweise der Sprengstoff TNT (Trinitrotoluol) verbaut. Mit den einbetonierten Sprengsätzen könnten die Brücken im Verteidigungsfall innerhalb weniger Stunden zerstört werden und so feindliche Panzer vom Einmarsch abhalten.

Sogar noch im Jahr 2005 wurde die neue Autobahnbrücke zwischen dem badischen und dem Schweizer Rheinfelden mit Sprengstoff gefüllt - und das offenbar ohne das Wissen der deutschen Konstrukteure. Das bestätigte die Schweizer Armee dem deutschen Fernsehsender. Inzwischen soll das TNT aus dieser Brücke aber wieder entfernt worden sein, melden SWR und die Freiburger Zeitung "Der Sonntag".

Laut SWR sollen deutsche Sprengstoff- und Brückenbauexperten sehr verwundert über diese Verteidigungstaktik der Schweiz sein. Sie warnen vor allem vor Missbrauchsgefahr, zum Beispiel durch Terroristen. (ska)