Die Polizei Düsseldorf hat nach der Razzia im "Maghreb-Viertel" ein erstes Ergebnis veröffentlich: Demnach sind am Samstag mehr als 294 Personen überprüft worden. 40 vorläufige Festnahmen hat es gegeben. Bei 38 von ihnen besteht der Verdacht des illegalen Aufenthalts.

Straftaten durch Nordafrikaner waren seit 2014 bekannt.

294 Personen überprüft

Mit mehreren Hundert Beamten ist die Polizei am Samstag in Düsseldorf zu einer Razzia in das sogenannte Maghreb-Viertel eingerückt.

Aufklärungsergebnisse hätten ergeben, "dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub- aber auch Drogendelikte zu begehen". Ziel war nach Polizeiangaben die Identität der angetroffenen Personen festzustellen, zu überprüfen sowie ihren Aufenthaltsstatus eindeutig zu klären.

Bei der Aktion wurden 294 Personen überprüft. 40 wurden vorläufig festgenommen, bei 38 von ihnen besteht der Verdacht des illegalen Aufenthalts.

Die Razzia konzentrierte sich auf 18 Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars in Bahnhofsnähe. Gegen 17:30 Uhr umstellten rund 300 Polizisten Lokale unter anderem an der Mintropstraße, der Scheurenstraße, der Luisenstraße, der Ellerstraße, der Linienstraße und der Lessingstraße.

Die Karnevalstage stellen die Kölner Polizei und die Stadtverwaltung diesmal vor eine große Herausforderung. Die Angriffe der Silvesternacht sollen sich auf keinen Fall wiederholen. Deswegegen rüstet die Polizei nun mehr Personal und Video-Kameras auf.

Vorwiegend Nordafrikaner kontrolliert

Es seien vorwiegend Männer nordafrikanischer Abstammung identifiziert, durchsucht und ihr aufenthaltsrechtlicher Status geklärt worden.

"Neben unseren intensiven Anstrengungen, speziell an den Brennpunkten in der Stadt Straftaten zu verhindern und Täter auf frischer Tat zu fassen, hat uns das Projekt Casablanca darüber hinaus viele Einblicke verschafft in die Strukturen der Verdächtigen, über ihre Gewohnheiten, Aufenthaltsorte und Unterkünfte. So haben wir die Möglichkeit mit regelmäßigen Kontrollaktionen, aber auch mit großen Razzien Orte aufzuklären, an denen solche Taten verabredet und vorbereitet werden, noch bevor sie geschehen", kommentiert Einsatzleiter Frank Kubicki die gestrige Aktion.

"Anlass für die Razzia waren nicht die Vorkommnisse der Silvesternacht, vielmehr ist es die Fortführung unserer seit langer Zeit andauernden Bekämpfungsstrategie. Gleichwohl rechnen wir mit Erkenntnissen, die die Ermittlungen vorantreiben könnten", stellt der Kriminaldirektor klar. (far)