Ein Bundespolizist will eine 15-Jährige am Hauptbahnhof Hannover kontrollieren. Unvermittelt zückt das Mädchen ein Messer und sticht den Beamten in den Hals. Der Vorwurf lautet nun: versuchter Mord.

Nach der Messerattacke auf einen Bundespolizisten in Hannover ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes gegen eine 15-Jährige. Die Anklagebehörde beantragte am Samstag Haftbefehl wegen versuchten Mordes, wie der NDR berichtete.

"Wir haben am Morgen einen entsprechenden Antrag gestellt", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge der Deutschen Presse-Agentur. Noch sei offen, was die Tat ausgelöst haben könnte, erklärte er. Die Ermittlungen liefen.

43-Jähriger stirbt nach Angriff in Innenstadt - Täter flüchtig.

Der 34 Jahre alte Bundespolizist sei bei dem Angriff am Freitagnachmittag schwer verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Schülerin habe dem Beamten bei einer Personenkontrolle unvermittelt ein Küchenmesser in den Hals gestoßen, hieß es. Ein Kollege des Verletzten konnte die Heranwachsende überwältigen und entwaffnen. Die junge Frau wurde festgenommen und anschließend von Beamten der Polizei Hannover befragt.

Die Jugendliche sei bereits mehrfach aktenkundig geworden, unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzung, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Bei dem Mädchen sei nach der Festnahme ein zweites Messer gefunden worden.© dpa