In Oberösterreich ist am Dienstag ein Kleinkind tot in einer Badewanne aufgefunden worden. Die Polizei findet bei der Leiche einen Brief - und bald darauf in der Nähe des Tatorts den toten Vater des Kindes.

Blutüberströmt hat ein Großvater in Oberösterreich am Dienstagvormittag seinen zweijährigen Enkel aufgefunden. Das Kind lag in der Badewanne und sei zu diesem Zeitpunkt vermutlich bereits tot gewesen, wie Bernd Innendorfer, Sprecher der Landespolizeidirektion Oberösterreich, im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte.

Als Todesursache sei von "stumpfer Gewalt gegen den Kopf" auszugehen.

Vater erhängte sich

Die Polizei fand am Tatort in der Gemeinde Wolfern einen Brief des Vaters: Er wolle sich das Leben nehmen, ging daraus hervor. Eine knappe halbe Stunde später fanden die Polizisten den 37-Jährigen einem Schuppen in der Nähe. Er hatte sich in dem zum örtlichen Musikverein gehörenden kleinen Gebäude erhängt.

In diesem Haus in Oberösterreich wurde das Kleinkind tot aufgefunden.

Beim Vater habe offenbar eine psychische Erkrankung vorgelegen, so Innendorfer.

Am Dienstagvormittag sollte er auf das Kind aufpassen und es dann dem Großvater übergeben. Als sich bei diesem niemand meldete, begann der Großvater, sich auf die Suche nach den beiden zu machen.

Der Großvater steht unter Schock und wurde in Begleitung eines Kriseninterventionsteams am Dienstag von der Polizei befragt.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 08 00/ 11 10 - 111 (Deutschland), 142 (Österreich), 143 (Schweiz).