Kölner Abiturienten haben in der Nacht zum Montag in der Innenstadt von Köln für einen Dauereinsatz der Polizei gesorgt. Bis zu 20 Mal musste ausgerückt werden, wie die Polizei am Morgen mitteilte.

Das Spektrum der Straftaten sei groß gewesen: Abbrennen von Pyrotechnik, Körperverletzungen, Vandalismus. Dabei seien Schulen etwa mit Eiern und Toilettenpapier beworfen worden.

Mehrere Strafanzeigen gegen Kölner Abiturienten

Am Montag hat an vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen die sogenannte "Mottowoche" begonnen. Abiturienten verkleiden sich und feiern ihre letzte Schulwoche.

Bereits am Freitagabend hatten rund 50 Schüler die Polizei mit einer allzu ausgelassenen Feier in Köln auf den Plan gerufen. Nur mit einem Großaufgebot, mit Pfefferspray und Schlagstöcken konnten die Polizisten den Platz mitten in einem Wohngebiet räumen, an dem sich die Jugendlichen getroffen hatten.

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Einige der Schüler griffen dabei die Polizisten an, sie warfen Gegenstände und beleidigten die Beamten. "Ohne Anlass wurden die eintreffenden Polizeibeamten mit gewalttätigen Angriffen konfrontiert. Das hat nichts mit Feiern zu tun!", sagte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies.

Angriffe auf Polizisten konsequent ahnden

"Wir freuen uns für die jungen Menschen, die mit dem Abitur das nächste Lebensziel greifbar vor Augen haben. Grenzüberschreitungen, Gewalt und Straftaten wird die Polizei auch von angehenden Abiturienten nicht tolerieren", erklärte Mathies weiter.

Kölns Polizeipräsident hatte nach den Vorfällen in der vergangenen Woche bereits mit Hinblick auf die sogenannte "Mottowoche" angekündigt, "alle damit verbundenen Aktionen wird die Polizei genau beobachten. Straftaten und Übergriffe werden wir konsequent ahnden. Das gilt insbesondere auch bei Angriffen gegen Polizistinnen und Polizisten."© dpa