Offenbach (dpa) - So warm wie in diesem Jahr hat seit Jahrzehnten in Deutschland kein November mehr begonnen.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Samstag Rekordwerte gemessen. In Geilenkirchen zeigte etwa das Thermometer 23 Grad - der bisherige höchste Wert an einem 1. November seit Beginn der Wetteraufzeichnung lag dort 1968 bei 20 Grad.

"Ungewöhnlich sind solche Temperaturen im November aber nicht", sagte eine Meteorologin: Der deutschlandweite Temperaturrekord im November liege bei 25,9 Grad, gemessen am 6. November 1997 im bayerischen Rosenheim. Für die kommenden Tage erwarten die Forscher deutlich wechselhafteres Wetter.

Allerorten hatten die Sommersachen am Samstag noch einmal Saison. Die Biergärten waren geöffnet, die Parks bevölkert. Der Außenbereich sei voll wie im Hochsommer, hieß es am Samstag aus dem Biergarten am Chinesischen Turm in München.

In Brandenburg machten die Wärme den Schlittenhunden allerdings zu schaffen: Das erste Rennen der Saison in Großbeeren musste für mehrere Stunden unterbrochen werden - wegen des Tierschutzes.

Wer allerdings unbedingt Schnee brauchte, der war am Potsdamer Platz in Berlin richtig. Dort eröffneten die diesjährigen "Winterwelten" - Snowboardfahren ohne Schal und Mütze.© dpa