Hotpants und bauchfreie Shirts sind für Schülerinnen der Werkrealschule im baden-württembergischen Horb ab sofort verboten. In einem Brief informierte die Rektorin die Eltern über das Verbot von zu aufreizender Kleidung und droht mit Konsequenzen für Mädchen, die luftig angezogen sind. Über die Maßnahme ist eine große Diskussion entbrannt.

"In letzter Zeit müssen wir gehäuft feststellen, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind", schreibt die Schulleiterin in ihrem Brief an die Eltern - und informiert darüber, dass (zu) sommerliche Kleidung ab sofort verboten sei. Jugendliche, die sich nicht an die Maßnahme halten, müssen damit rechnen, in viel zu große, von der Schule gestellte Klamotten gesteckt zu werden. Die Zeilen der Rektorin finden sich auf Twitter im Wortlaut:

Die Rektorin hat wohl auf Bitte vieler Lehrer gehandelt. Dem "Schwarzwälder Boten" sagte sie, dass viele männliche Kollegen nicht wussten, wie sie mit der Situation umgehen oder diese gegenüber der Mädchen ansprechen sollten.

Unproblematisch ist die Regelung übrigens nicht: "Die Schule ist nicht berechtigt, die eigene Moralvorstellung zum Gradmesser für korrekte Kleidung zu machen", sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. Schülerinnen dürfen demnach anziehen, was sie wollen.

Doch die Lehrer haben ein mögliches Schlupfloch gefunden: Bei gefährdetem Schulfrieden dürfen die Lehrer solche Vorschriften durchsetzen. (sw)

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