Rund 800 Kilometer westlich von Sumatra (Indonesien) hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Die indonesische Erdbebenwarte hatte zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Mittlerweile wurde jedoch Entwarnung gegeben.

Nach einem schweren Seebeben vor Indonesien galt für Teile von Sumatra, darunter Aceh, Bengkulu, Nordsumatra und Lampung, ein Tsunami-Risiko. Das erklärte die indonesische Erdbebenwarte am Mittwochnachmittag.

Mittlerweile haben die Lokalbehörden in Padang auf Sumatra Entwarnung gegeben. Für die Region sei die Tsunamiwarnung aufgehoben, sagte ein Beamter den Lokalmedien am Mittwoch.

Von den nahe am Zentrum des Bebens liegenden Mentawai-Inseln etwa 150 Kilometer vor der Küste wurden nach ersten Angaben der Behörde für Katastrophenschutz auch weder Tsunami noch Schäden gemeldet.

Unterschiedliche Angaben zu Stärke des Bebens

Zu der Stärke des Bebens gab es zunächst unterschiedliche Angaben: Das Potsdamer Helmholtz-Zentrum gab die Stärke mit 7,7 an, die US-Erdbebenwarte mit 7,9. Japanische Seismologen maßen eine Stärke von 8,3.

Das Zentrum des Bebens lag demnach etwa 800 Kilometer südwestlich von Padang in Sumatra in einer Tiefe von 10 Kilometern. Offizielle Angaben zu Opferzahlen liegen bislang nicht vor. Mehrere Medien berichten jedoch von Toten. Eine genaue Zahl wird nicht genannt.

In Indonesien bebt häufig die Erde. Der südostasiatische Inselstaat liegt in einer seismologisch aktiven Zone, wo es immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen kommt.

Am 26. Dezember 2004 starben mehr als 200.000 Menschen bei einem gewaltigen Erdbeben und Tsunami im Indischen Ozean mit der Stärke 9,1. (cai/dpa)