Offenbach (dpa) - Der September war zu warm und zu trocken, aber nicht besonders sonnig. "Teils herrschten noch hochsommerliche Temperaturen mit wenig Regen oder große Schwüle mit schweren Gewittern - teils zeigte sich schon der Herbst mit Nebel, Hochnebel oder gar ersten Nachtfrösten", bilanzierte der Deutsche Wetterdienst.

Mit durchschnittlich 14,9 Grad war der September um 1,6 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Die Spitzentemperatur wurde mit 28,8 Grad am 6. des Monats in Dresden und in Bernburg/Saale gemessen. Am Nachmittag des 22. zeigte das Thermometer vielerorts kaum mehr als zehn Grad. Die folgenden Nächte brachten bereits Frost, am 24. fielen die Temperaturen in Deutschneudorf im Erzgebirge auf minus zwei Grad.

Die Sonne machte sich allerdings rar. Mit 134 Stunden erreichte sie im September nur 89 Prozent ihres Solls von 149 Stunden. Mit 210 Stunden schien sie im äußersten Nordosten am häufigsten. Das nördliche Hessen und das westliche Thüringen bekamen mit rund 80 Stunden am wenigsten ab.

Nach den zu nassen Monaten Juli und August war der September dennoch deutlich zu trocken. Mit etwa 53 Quadratmetern pro Liter verfehlte er sein Soll von 61 Litern pro Quadratmeter um 14 Prozent.© dpa