Auch Angela Merkel hat sich in der Debatte über die Vorfälle am Kölner Bahnhof zu Wort gemeldet. Die Übergriffe auf Frauen nannte die Kanzlerin widerwärtig - und fordert nun eine harte Antwort des Rechtsstaats.

Polizeigewerkschafter befürchtet weitere sexuelle Übergriffe.

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert vom Dienstag drückte die Kanzlerin in einem Telefonat mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker "ihre Empörung über diese widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken aus, die nach einer harten Antwort des Rechtsstaats verlangen".

Es müsse alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell und so vollständig wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen.

Angela Merkel habe sich von Reker über die Ergebnisse des Krisentreffens von Polizei und städtischen Behörden informieren lassen. Auch lasse sich die Kanzlerin von Innenminister Thomas de Maizière über die Ermittlungsarbeiten informieren.

In der Silvesternacht sollen dutzende Frauen auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln aus Gruppen angegriffen worden sein. Die Polizei hatte von Sexualdelikten in massiver Form und von einer Vergewaltigung gesprochen. Über die Täter ist bislang wenig bekannt.© dpa

Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht schockieren Menschen weit über die Grenzen Kölns hinaus. Und sie werfen eine Frage auf: Wie sicher können zentrale Plätze sein, wenn das Durcheinander ausbricht? Experten sagen: Es ist möglich, aber manchmal kompliziert.